Entwicklung der Schullandschaft

8. Juli 2014

CDU Fraktion bringt Resolution zum Schulstandort Neuenkirchen in Samtgemeinderat ein

In der laufenden Diskussion über die künftige Schullandschaft im Nordkreis und die Einrichtung einer weiteren Gesamtschule fordert die Samtgemeinde Neuenkirchen Landrat und Kreistag auf, bei anstehenden Entscheidungen bestehende kommunale Schulstandorte nicht zu gefährden und sich für den Schulstandort Neuenkirchen nachdrücklich einzusetzen.

„Dieses Versprechen muss eingehalten werden“, sagte Neuenkirchens Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay mit Blick auf den Oberschulstandort in Neuenkirchen. In der Sitzung des Merzener Gemeinderates am Donnerstagabend stellte sie den Inhalt einer Resolution vor, die von den CDU-Fraktionen im Samtgemeinderat und den Räten der drei Mitgliedsgemeinden angeregt worden war. Per Umlaufbeschluss hatten alle Mitglieder des Samtgemeinderates den Resolutionstext einstimmig befürwortet, der am Freitag im Kreishaus abgegeben wurde.

Die Samtgemeinde Neuenkirchen erinnert darin den Kreistag vor seiner Sitzung am Montag an dessen im Frühjahr gefassten Beschluss, in enger Abstimmung mit den kreisangehörigen Städten, Gemeinden und Samtgemeinden eine gemeindeübergreifende, ausgewogene Schulstruktur zu entwickeln. „Das bedeutet, dass einzelne Kommunen nicht auf Kosten anderer profitieren und vorhandene Schulstandorte in ihrem Bestand nicht gefährdet werden“, sagte Schwertmann-Nicolay.

Gerade nachdem sich der Kreistag für eine IGS am Schulstandort Bramsche ausgesprochen hat und eine Elternbefragung durchführen wird, sollten verbindliche Vereinbarungen zu einem regional ausgeglichenen Schulangebot getroffen werden. Diese Vereinbarungen sind Voraussetzung für weitere Planungen zur Errichtung einer IGS am Schulstandort in Bramsche.

Das bedeutet in der Praxis: Wenn in der Stadt Bramsche eine Integrierte Gesamtschule (IGS) entsteht, „sollte dort keine Umwandlung der Hauptschule in eine Oberschule erfolgen“, so Schwertmann-Nicolay. Standort einer Oberschule wäre dann in diesem vereinbarten regionalen Konzept die Samtgemeinde Neuenkirchen. Auf Dauer, so die Neuenkirchener Samtgemeindebürgermeisterin weiter, sei so der Bestand der Oberschule Neuenkirchen gesichert. „Diese ist konkurrenzfähig und verfügt über ein sehr gutes Angebot.“ In einem IGS-Standort Bramsche sieht die Bürgermeisterin „keine echte Gefährdung“, zumal Eltern in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage bereits heute ein „breites Schulangebot zur Verfügung steht“.

Die Kommune fordert Landrat und Kreistag ebenfalls auf, die Rahmenbedingungen für den Schulstandort Neuenkirchen zu verbessern. Die Busverbindungen zu Schulstandorten in benachbarten Bundesländern dürften nicht besser sein als die Verbindung zu Schulstandorten im Landkreis Osnabrück. Außerdem sollte festgelegt werden, dass sich die Kommunen im Kreis untereinander künftig kein Gastschulgeld mehr zahlten.