Landratswahl im Kreis Osnabrück – Der CDU-Landratskandidat Michael Lübbersmann

NOZ

Osnabrück. Michael Lübbersmann (CDU) ist seit 2011 Landrat des Landkreises Osnabrück. Seine wichtigsten Themen sind bei dieser Landratswahl die Förderung der Agrarwirtschaft in unserer Region und die Bekämpfung des Mangels an Pflegeplätzen und Pflegefachkräften im Landkreis. Der Belmer verspricht, bis 2025 zusätzlich rund 500 Langzeitpflegeplätze und 60 Kurzzeitpflegeplätze zu schaffen.

Der promovierte Jurist ist auf einem Bauernhof in Belm-Icker aufgewachsen und mit der Landwirtschaft daher immer noch eng verbunden. Er kündigt an: „Ich will die Region zum Silicon Valley für die Agrarwirtschaft ausbauen.“ Der Landkreis werde gemeinsam mit Unternehmen wie Amazone, Grimme und Claas daran arbeiten, beispielsweise einen Versuchshof aufzubauen: „Neue Entwicklungen können hier getestet werden. Ein Technikum soll den Hochschulen ergänzend Forschungsmöglichkeiten beziehungsweise Forschungsprojekte eröffnen.“

Das Pendant zu Google, Facebook und Apple in der Region Osnabrück

In Unternehmen wie Amazone, Grimme und Claas sieht Lübbersmann „das für unsere Region, was Google, Facebook und Apple für die USA sind. Unsere Weltmarktführer sind keine IT-Giganten, sondern Agrar-Giganten“.

Lübbersmanns zweites Top-Wahlkampfthema ist die Pflege. Da es einen Versorgungsengpass an Altenheimplätzen im Landkreis Osnabrück gibt und pro Jahr 100 zusätzliche Pflegeplätze nötig sind, um den Bedarf zu decken, kündigte Lübbersmann an, der Pflege einen Schwerpunkt in der kommenden Amtsperiode bis zum Jahr 2026 zu widmen:

Der Christdemokrat fing bereits 1992 als Verwaltungsjurist beim Landkreis Osnabrück an. Von 1998 bis 2001 war er Leiter des Fachdienstes Planen und Bauen beim Landkreis Osnabrück. Von 2001 bis 2011 war er Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück, bevor Lübbersmann 2011 mit 41,3 Prozent der Stimmen zum Landrat gewählt wurde.

Am 26. Mai reicht nur die absolute Mehrheit

Vor acht Jahren gab es noch keine Stichwahl, wenn kein Kandidat die absolute Mehrheit errungen hatte, da CDU und FDP im Land Niedersachsen die Stichwahl bei der Reform der Kommunalverfassung 2010 abgeschafft hatten. 2013 sorgte dann die rot-grüne Mehrheit im Landtag für die Wiedereinführung der Stichwahl. Somit wird am Sonntag, 26. Mai, gewählt, wer mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereint. Wenn kein Kandidat diese Mehrheit erreicht, können bei der Stichwahl am Sonntag, 16. Juni, die beiden Kandidaten gewählt werden, die am 26. Mai die meisten Stimmen bekommen.

Podiumsdiskussion am 23. Mai im NOZ-Medienzentrum

Drei Tage vor der Landratswahl, am Donnerstag, 23. Mai, stellen sich die Kandidaten Michael Lübbersmann, Horst Baier, Anna Kebschull und Frank Vornholt im NOZ-Medienzentrum einer Diskussion zu den wichtigsten Themen des Wahlkampfs. Unter diesem Link erfahren Sie mehr dazu, wie Sie Tickets für die Podiumsdiskussion erhalten.

Wahlberechtigt ab 16 Jahren

Wahlberechtigt sind bei der Landratswahl Deutsche oder Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, wenn sie am Wahltag 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten im Wahlgebiet ihren Wohnsitz haben.