CDU-Antrag zur Barrierefreiheit wird im Rat nicht gewürdigt

In Hasbergen gibt es einige Punkte im Ort, die in der Bevölkerung viele Diskussionen angesichts der mangelnden Barrierefreiheit hervorrufen, sei es die zu eng aufgestellten Absperrgitter an der Brücke oder die Treppen zum Mittelgeis am Hasberger Bahnhof.

Wir hatten deshalb im Rat einen Antrag gestellt, dass
1. die Gemeinde Hasbergen bis zum Ende der laufenden Wahlperiode unter Einbeziehung des Sozialverbandes, der HHO, der Diakonie und des VdK barrierefrei werden sol.
2. die Abstände der Motorraddurchfahrtsperren an der Brücke verbreitert werden sollten, weil diese sowohl für Fahrräder mit Anhängern (s. Foto), als auch für eine Vielzahl von Rollstühlen zum Durchfahren zu eng sind und auch viele Fahrräder am Durchfahren hindern. Dies hatten wir mit 18 Fotos belegt.
3. der Rat für sämtliche öffentlichen Einrichtungen eine Agenda aufstellt, die die Barrierefreiheit zum Ziel hat.
4. die Ratsmitglieder regelmäßig über die Planungsfortschritte zum Mittelgleis des Bahnhofs unterrichtet würden.

Wie schon so häufig wurde dieses wichtige Anliegen der Bürger nicht gewürdigt, sondern von vielen unserer SPD- und CDW-Ratskollegen kritisiert.
Positiv ist, dass der Antrag nicht gänzlich verworfen wurde, sondern nun in Fachausschüssen diskutiert werden soll. Hoffentlich erleben wir nicht erneut das scheinbar typische Hasberger Schema “Der Antrag kam nicht von uns, dann wir er erstmal verworfen”.

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Einen aktuellen Vorfall zu diesem Thema lesen Sie hier:

Barrierefreiheit der „Brücke“ nicht gewährleistet!

In den letzten Jahren wurde immer wieder über die Brücke zwischen Hasbergen und Ohrbeck diskutiert. Ein Kritikpunkt ist der Abstand zwischen den Durchlässen/Abschrankungen. Ein aktueller Vorfall vom 1.6.2017 :

  1. Franz Breiwe war mit dem Fahrrad über die Brücke gefahren und hatte dort einige Personen getroffen, die intensiv über die zu geringen Abstände der Abschrankungen an der Brücke sprachen. Eine Dame in einem Elektro-Rollstuhl berichtete ihm, dass sie sich schon mehrfach beschwert hätte. Es würde ihr aber immer nur geantwortet, dass „die Motorradfahrer“ an der Durchfahrt gehindert werden müssten. Sie solle Fotos an die Verwaltung übersenden, um zu zeigen, welche Probleme sie beim Durchfahren der Streben habe. Sie habe aber kein Internet und wisse nun nicht, was sie machen solle.
  2. Kurze Zeit später rief diese Bürgerin bei Ratsfrau und Kreistagsabgeordneter Susanne Breiwe an. Sie stellte sich als „Irma Thies“ vor und schilderte ihre Schwierigkeiten, von Ohrbeck nach Hasbergen über die Brücke zu gelangen. Susanne Breiwe fragte nach Maßen des Elektrofahrgerätes und der Durchfahrtsbreite der Durchlässe. Sie erfuhr, dass die Durchfahrtsbreite der Abschrankungen bei 1,20 Mtr. liegt und das Elektromobil-Fahrgerät 65 cm breit ist.
  3. Um sich zu überzeugen, welche Schwierigkeiten sich beim Durchfahren der Abschrankungen stellen, trafen sich Susanne Breiwe und Irma Thies (s. Foto). Irma Thies sagte: „Es ist für mich sehr beschwerlich, dort mit dem Elektrofahrgerät durchzufahren. Ich weiß, dass es in Hasbergen Leute gibt mit breiteren Elektrofahrgeräten. Diese haben noch mehr Schwierigkeiten als ich.“ Susanne Breiwe stellte fest: „Es ist nicht hinnehmbar, dass die Personen, die auf solche Hilfsmittel angewiesen sind, den Umweg durch den sog. „Trog“ nehmen. Die Brücke muss behindertengerechter gestaltet werden.“
  4. Als Kreistagsabgeordnete vergewisserte sie sich aber erst, wer eigentlich für die Durchlässe an der Brücke zuständig ist. Sie stellte folgendes fest: früher war dort die Kreisstraße K 305. In einer Übergabeverhandliung vom 21.8.2006 wurde zuerst die Unterhaltung auf die Gemeinde übertragen. Zum 1.1.2009 wurde die Zufahrtsstraße zur/auf der Brücke zur „Gemeindestraße“ umgewidmet. Eigentümer der Rad-und Fußgängerrampen einschließlich Gräben, Durchlässe, Schächte und Ausstattung ist daher die Gemeinde.
  5. „Die nächste Ratssitzung ist daher der geeignete Ort für das Anliegen“, so Ratsfrau S. Breiwe. Mit den Bildern und den schriftlichen Unterlagen über die Eigentumsverhältnisse werde ich mich für eine Verbreiterung des Abstandes zwischen den Durchlässen aussprechen, damit gehandicapte Personen mit ihren Rollstühlen eine einfache Durchfahrt haben!“

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