Wahlkreis GM-Hütte: 96 Prozent für Martin Bäumer

Am 7. März wählten 157 CDU-Mitglieder den Landtagskandidaten im Wahlkreis 84. Der Glandorfer Finanzökonom Martin Bäumer erhielt im Bad Iburger Kurhaus 149 von 157 abgegebenen Stimmen. Zu den Klängen der Schweger Blaskapelle gratulierten Irmgard Vogelsang, Professor Dr. Hans-Gert Pöttering, Georg Schirmbeck und viele andere Christdemokraten aus dem Südkreis ihrem neuen Landtagskandidaten. Zu dem neu zugeschnittenen Wahlkreis gehören Georgsmarienhütte, Bad Iburg, Glandorf, Bad Laer, Bad Rothenfelde, Hagen und Hasbergen

CDU AltGMHütte feiert mit Anwohnern der Haarmannstraße

Jung und alt war auf den Beinen, als der CDU – Ortsverband AltGMHütte die Anwohner der Haarmannstraße zu einem gemütlichen Frühschoppen eingeladen hatte.

Vorausgegangen war eine Ortsbesichtigung im September letzten Jahres, als sich Mitglieder des CDU – Ortsvorstandes ein Bild vom Stand der Bauarbeiten an der Haarmannstraße machten. Da bei der Haarmannstraße eine komplette Sanierung einschließlich der Kanalbauarbeiten notwendig war, blieben Beeinträchtigungen für die Anwohner während der Bauphase nicht aus. Spontan erklärten die CDU – Vorständler sich bereit, ein Faß Bier zu spenden, um den Baustaub wegzuspülen.

Jetzt war es soweit: Die CDU AltGMHütte hielt ihr Versprechen ein und konnte gemeinsam mit den Anwohnern die Fertigstellung der Haarmannstraße feiern. Der CDU-Vorsitzende Manfred Motzek begrüßte trotz regnerischer Witterung zahlreiche gutgelaunte Besucher zum Frühschoppen mit kühlen Getränken und heißen Würstchen. Ebenso wie die anwesenden Ratskandidaten der CDU versprach er den Anwohnern, dass seine Partei auch weiterhin ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Wünsche haben werde.

CDU informierte sich über Gewalt und sexuellen Mißbrauch

Aus Anlaß der Entführung, des Missbrauchs und der Ermordung der jungen Ulrike veranstaltete der Stadtverband der CDU-Georgsmarienhütte unter Federführung des Vorstandsmitgliedes Michael Kramer unter dem Motto „Aufklärung betreiben und nicht Panik verbreiten“ ein Gespräch über sexuellen Missbrauch mit der Polizei.
Unter dieses Motto stellte auch der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes des POK Georgsmarienhütte, Hauptkommissar Bernd Fox, sein anschauliches Referat, dass er mit Statistiken aus dem Landkreis Osnabrück und Fallbeispielen untermauerte. Hauptkommissar Fox begann sein Referat, indem er die Anwesenden zunächst einmal über die einzelnen entsprechenden Tatbestände des Strafgesetzbuches informierte und kam dann zu der Frage, wie man Kinder und Jugendliche vor Gewalt und Verbrechen schützen kann. Seiner Ansicht nach beginnt Gewalt bereits im Kindergarten, weiter werden Schulkinder von ihren Mitschülern bestohlen, selbst zum Diebstahl gezwungen oder erpresst. Sollte das eigene Kind Opfer werden, dürften die Eltern nicht vor einer Anzeige zurückschrecken, betonte Fox. „Gewalt muß frühzeitig gestoppt werden und ihr darf nicht durch Stillschweigen der Opfer Macht gegeben werden“, so Fox. Dies gelte vor allem auch bei sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen, die für die Betroffenen besonders schwer zu ertragen sei. Erstaunt waren die Anwesenden als der Polizist berichtete, dass bei sexueller Gewalt gegen Kinder nur 5% aller Fälle von Fremden verübt wurden, in 95% aller Fälle aber Beziehungstäter, also Freunde, Bekannte, Verwandte, und Nachbarn die Täter sind.
Mit einem kurzen Blick in die Täterpsychologie versuchten Fox und sein Kollege Herr Steinkamp zu erklären, wie auch durch elterliches Fehlverhalten ein Täter herangezogen werden kann. Wer zuhause keine Beachtung findet, vielleicht immer zu hören bekommt „Du kannst nichts“ und „Du bist nichts“, kann wenig Selbstachtung entwickeln und bei der Ausübung von Gewalt gegen Schwächere erleben diese Menschen das Gefühl der Macht. In vielen Fällen seinen die Täter sexuellen Missbrauchs übrigens ehemalige Opfer, die am eigenen Leib die Qualen erlebt haben.
Um eine Opferrolle zu verhindern sei es unter anderem wichtig, die Kinder nicht zu „Kadavergehorsam“ zu erziehen, sondern den Kindern Selbstbewusstsein und Widerspruchsgeist beizubringen. Fox: „Der kleine „Haustyrann“ weiß sich in der Regel allen Annäherungen zu wehren!“.
CDU-Vorstandsmitglied Michael Kramer betonte, dass nach den Ausführungen von Herrn Fox und Herrn Steinkamp deutlich geworden sei, dass auch die Kommunalpolitik gemeinsam mit Schulen und Eltern für ein sicheres Umfeld unserer Kinder in der Verantwortung steht. „Sexueller Missbrauch und Gewalt sind keine Tabuthemen, sondern müssen offensiv angegangen werden“, so Kramer. Laut Kramer müsste nun das Schweigen durch transparente Öffentlichkeitsarbeit gebrochen werden, denn nur so trauten sich viele Opfer zur Anzeige. „Wir müssen verhindern, dass eine „Schamschwelle“ des Opfers eine Verfolgung des Täters unmöglich macht“, betonte auch der CDU-Vorsitzende Thorsten Schoppmeyer. Michael Kramer wird daher mit den einzelnen Schulen und Kindergärten Kontakt aufnehmen, um Veranstaltungen dieser Art mit den Kindern, Eltern und den Kriminalisten durchzuführen. „Wir werden dadurch sicherlich den sexuellen Missbrauch und die Gewalt an Kindern ganz ausräumen, aber die CDU-Georgsmarienhütte fühlt sich verpflichtet, sich am Schutz unserer kleinen Bürgerinnen und Bürger aktiv zu beteiligen“, versprach Schoppmeyer nachdem er den Polizisten, die auch die vielen Fragen der Anwesenden beantwortet hatten, für ihre Information gedankt hatte.