CDU informierte sich über Gewalt und sexuellen Mißbrauch

Aus Anlaß der Entführung, des Missbrauchs und der Ermordung der jungen Ulrike veranstaltete der Stadtverband der CDU-Georgsmarienhütte unter Federführung des Vorstandsmitgliedes Michael Kramer unter dem Motto „Aufklärung betreiben und nicht Panik verbreiten“ ein Gespräch über sexuellen Missbrauch mit der Polizei.
Unter dieses Motto stellte auch der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes des POK Georgsmarienhütte, Hauptkommissar Bernd Fox, sein anschauliches Referat, dass er mit Statistiken aus dem Landkreis Osnabrück und Fallbeispielen untermauerte. Hauptkommissar Fox begann sein Referat, indem er die Anwesenden zunächst einmal über die einzelnen entsprechenden Tatbestände des Strafgesetzbuches informierte und kam dann zu der Frage, wie man Kinder und Jugendliche vor Gewalt und Verbrechen schützen kann. Seiner Ansicht nach beginnt Gewalt bereits im Kindergarten, weiter werden Schulkinder von ihren Mitschülern bestohlen, selbst zum Diebstahl gezwungen oder erpresst. Sollte das eigene Kind Opfer werden, dürften die Eltern nicht vor einer Anzeige zurückschrecken, betonte Fox. „Gewalt muß frühzeitig gestoppt werden und ihr darf nicht durch Stillschweigen der Opfer Macht gegeben werden“, so Fox. Dies gelte vor allem auch bei sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen, die für die Betroffenen besonders schwer zu ertragen sei. Erstaunt waren die Anwesenden als der Polizist berichtete, dass bei sexueller Gewalt gegen Kinder nur 5% aller Fälle von Fremden verübt wurden, in 95% aller Fälle aber Beziehungstäter, also Freunde, Bekannte, Verwandte, und Nachbarn die Täter sind.
Mit einem kurzen Blick in die Täterpsychologie versuchten Fox und sein Kollege Herr Steinkamp zu erklären, wie auch durch elterliches Fehlverhalten ein Täter herangezogen werden kann. Wer zuhause keine Beachtung findet, vielleicht immer zu hören bekommt „Du kannst nichts“ und „Du bist nichts“, kann wenig Selbstachtung entwickeln und bei der Ausübung von Gewalt gegen Schwächere erleben diese Menschen das Gefühl der Macht. In vielen Fällen seinen die Täter sexuellen Missbrauchs übrigens ehemalige Opfer, die am eigenen Leib die Qualen erlebt haben.
Um eine Opferrolle zu verhindern sei es unter anderem wichtig, die Kinder nicht zu „Kadavergehorsam“ zu erziehen, sondern den Kindern Selbstbewusstsein und Widerspruchsgeist beizubringen. Fox: „Der kleine „Haustyrann“ weiß sich in der Regel allen Annäherungen zu wehren!“.
CDU-Vorstandsmitglied Michael Kramer betonte, dass nach den Ausführungen von Herrn Fox und Herrn Steinkamp deutlich geworden sei, dass auch die Kommunalpolitik gemeinsam mit Schulen und Eltern für ein sicheres Umfeld unserer Kinder in der Verantwortung steht. „Sexueller Missbrauch und Gewalt sind keine Tabuthemen, sondern müssen offensiv angegangen werden“, so Kramer. Laut Kramer müsste nun das Schweigen durch transparente Öffentlichkeitsarbeit gebrochen werden, denn nur so trauten sich viele Opfer zur Anzeige. „Wir müssen verhindern, dass eine „Schamschwelle“ des Opfers eine Verfolgung des Täters unmöglich macht“, betonte auch der CDU-Vorsitzende Thorsten Schoppmeyer. Michael Kramer wird daher mit den einzelnen Schulen und Kindergärten Kontakt aufnehmen, um Veranstaltungen dieser Art mit den Kindern, Eltern und den Kriminalisten durchzuführen. „Wir werden dadurch sicherlich den sexuellen Missbrauch und die Gewalt an Kindern ganz ausräumen, aber die CDU-Georgsmarienhütte fühlt sich verpflichtet, sich am Schutz unserer kleinen Bürgerinnen und Bürger aktiv zu beteiligen“, versprach Schoppmeyer nachdem er den Polizisten, die auch die vielen Fragen der Anwesenden beantwortet hatten, für ihre Information gedankt hatte.

CDU AltGMHütte ernennt Willi Frische zum Ehrenvorsitzenden

Willi Frische wollte aufhören, „wenn es am schönsten ist“. Nach über 20 Jahren kommunalpolitischer Tätigkeit kandidiert GMHüttes stellvertretender Bürgermeister nicht wieder für den Kreistag, den Stadtrat oder ein Parteiamt. Der CDU-Ortsverband AltGMHütte ernannte Frische zum Ehrenvorsitzenden.

Frische trat 1972 in die CDU ein, übernhame 1978 den Vorsitz des Ortsverbandes AltGMHütte, den er bis 1991 innehatte. Weiterhin engagierte er sich parteipolitisch als Mitglied des CDU-Kreisvorstandes von 1990 bis 1996 sowie ab 1986 als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung. Seit 1981 gehört er dem Stadtrat an und wurde nach der Kommunalwahl 1996 zum 1. stellvertretenden Bürgermeister gewählt. Im Kreistag ist der 55-jährige seit 1991 aktiv, u. a. als stellvertretender Fraktions-
vorsitzender.

Willi Frische habe wie kein anderer in den vergangenen Jahrzehnten das Bild von AltGMHütte geprägt, erklärte der CDU-Vorsitzende Manfred Motzek „und zwar über Parteigrenzen hinweg“. Mit ihm seien zahlreiche Aktivitäten gerade im Bau- und Planungsbereich verbunden, weshalb man ihn lange vor Übernahme des jetzigen Amtes schon als „Baubürgermeister“ bezeichnet habe.

Im Vorstand sei schnell Einigkeit dahingehend erzielt worden, Willi Frische zum Ehrenvorsitzenden vorzuschlagen, sagte Motzek. Seine Verdienste lägen gleichermaßen in der positiven Entwicklung des Stadtteils AltGMHütte wie auch in der Arbeit für den CDU-Ortsverband, dessen Vorsitzender er 13 Jahre lang war. Frische sei es immer wieder gelungen, neue Ideen in die Kommunalpolitik einzubringen und mit seiner sympathischen, aber in der Sache hartnäckigen Art für deren Durchsetzung zu kämpfen.

Die Mitgliederversammlung stimmte dem einmütig zu und ernannte Frische zum ersten Ehrenvorsitzenden in der Geschichte des Ortsverbandes. Willi Frische sah die Auszeichnung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits sei er froh, von der Belastung durch zahlreiche Ämter und Posten loszukommen, andererseits wolle er seine künftige Funktion als Ehrenvorsitzender gerne nutzen, um sich bei der einen oder anderen Gelegenheit wieder in die Ortspolitik einzubringen, meinte der stellvertretende Bürgermeister.

„Nach 20 Jahren aktiver Ratstätigkeit muß einfach Schluß sein“, meinte Frische, der seinen Platz für Jüngere freimachen will. Allein den stellvertretenden Vorsitz in der Mittelstandsvereinigung wird er in Zukunft weiterhin ausüben. Ein Dankeschön gab es auch von Bürgermeister Heinz Lunte, der seinem ehrenamtlichen Stellvertreter für dessen Aktivitäten und seinen Einsatz großes Lob aussprach.

CDU AltGMHütte: Kreuzung Hindenburgstraße neu ordnen

Die CDU AltGMHütte setzt sich für eine Überplanung der Kreuzung Haseldehnen/Hindenburgstraße/Parkstraße ein. Vertreter des Ortsverbandes machten sich vor Ort ein Bild von der Verkehrssituation. Durch die Bündelung der Sparkasse Osnabrück auf die Filiale Findelstätte habe die Frequentierung des oberen Bereichs der Hindenburgstraße erfreulich zugenommen, so die CDU. Dies habe jedoch die Verkehrssituation weiter verschärft. Das seit Jahren zu beobachtende hohe Verkehrsaufkommen in diesem Bereich führe zu Problemen, die auf Dauer nicht hingenommen werden könnten. Schulkinder würden gefährdet, es werde auf dem Vorplatz des Sparkassengebäudes wild durcheinandergeparkt. Notwendig sei eine eindeutige Ausweisung ausreichend vieler Einstellplätze für die Sparkassenkunden, damit der fließende Verkerh nicht behindert werde. Die CDU AltGMHütte appelliert an alle Beteiligten, kurzfristig eine Lösung mit möglicherweise erforderlichen baulichen Veränderungen zu erarbeiten