Ehrenamt und Zusammenhalt wichtiger denn je

 
Neujahrsempfang der CDU-Ratsfraktion betont soziales Miteinander

v.l. Bürgermeisterin Dagmar Bahlo, Martin Bäumer – MdL, Ulrike Schmeing-Purschke, Christoph Ruthemeyer, Dr. Clemens Haskamp

Die kommunalen Projekte und Herausforderungen standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs, zu dem die CDU-Fraktion Engagierte aus Ehrenamt, Verwaltung und Politik ins Rathaus eingeladen hatte. Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Diskussion um sozialen Zusammenhalt: Themen wie das Leben im Alter, Integration, Wohnungsknappheit und die aktuelle Klimadebatte stehen auf der Agenda der CDU, die zu diesem Anlass Diözesan-Caritasdirektor Franz Loth als Gastredner gewinnen konnte.

Fraktionsvorsitzender Martin Dälken

Zu Beginn machte Fraktionsvorsitzender Martin Dälken deutlich, welche politischen Akzente die CDU im kürzlich beschlossenen Haushalt für das kommende Jahr setzt: „Es ist ein Haus-halt für die Menschen unserer Stadt. Dies beginnt bei den Kleinsten: Unserer Fraktion ist es wichtig, zusätzliche Krippenplätze zu schaffen und die Kindergärten mit ausreichenden Finanzmitteln auszustatten.“ Gleichzeitig ständen hohe Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Schulen, Sportförderung, die Unterstützung der Stadtbibliothek und die Belebung der Stadtteile über das Dorfentwicklungsprogramm und Bürgerprojekte an. „Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Ideen einzubringen. Wir möchten die Stadt gemeinsam mit Ihnen gestalten!“, betonte Dälken, der darüber hinaus auf Initiativen zum Klimaschutz einging. Im vergangenen Jahr habe die CDU-Fraktion den Antrag zur Erstellung eines Mobilitätskonzepts für Georgsmarienhütte gestellt, das vor allem die Optimierung der Radwege betonen müsse. „Effektive Maßnahmen sind vor Ort schneller zu erreichen als auf der großen Bühne“, erklär-te Dälken, der auch die Anstrengungen der Stadtwerke und des Stahlwerks in den Bereichen regenerative Energien und Fernwärmenutzung positiv hervorhob.

Gastredner Diözesan-Caritasdirektor Franz Loth

 

Den besonderen Fokus auf den sozialen Zusammenhalt überließ Dälken dem Gastreferenten. Franz Loth vertiefte den Gedanken, im Gemeinsamen zu Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu kommen: „Wir haben es in Sachen Individualisierung weit kommen lassen. Was wir brauchen, sind gute Menschen, die sich für andere und das Gemeinwohl einsetzen“, so der Caritasdirektor. In seinem Vortrag über die Bedeutung des Sozialen aus Sicht der Cari-tas verband er diesen Gedanken mit der Arbeit der Organisation, deren über 27.000 Mitarbeiter im Bistum Osnabrück in 700 Einrichtungen als „helfende Hände“ wirkten. Mittelpunkt der Arbeit seien Betreuung und Pflege, aber auch weitere soziale Dienste im Zeichen der Solidarität mit Benachteiligten. Darüber hinaus warnte Loth vor einer Ausweitung von Privatisierung und Bürokratisierung in Kitas und Pflege: „Wir stehen in einer Sorgebeziehung zu den Menschen, nicht in einer Geschäftsbeziehung. Wenn wir Überschüsse erzielen, fließen sie zurück ins Tagesgeschäft und landen nicht bei Investoren.“ Deshalb stabilisiere gute Sozialpolitik die Demokratie insgesamt: Gute Arbeit, bezahlbares Wohnen und menschenwürdige Pflege schützten vor „Rattenfängern, die gegenwärtig wieder ihr süßes Gift in manche Hirne träu-feln“. Loth forderte daher die Gäste auf: „Überlassen Sie nicht den Lauten das Feld, die bei Familienfesten oder an Stammtischen vermeintlich einfache Lösungen anbieten!“ Für Politik und Gesellschaft gebe es keine Grenze sozialer Anstrengungen: „Die Skala der Mitmenschlichkeit ist nach oben offen.“

Die fleißigen Helfer der JU.

Musikalisch hochklassig begleitet wurde der Neujahrsempfang von Johanna Bensmann (Gesang) und Phillip Schräder (Klavier), welche die Teilnehmer unter anderem mit Songs von Adele und Lady Gaga begeisterten. Im Anschluss an das Rahmenprogramm sorgte die Junge Union mit Bratwurst und Getränken dafür, dass die zahlreichen Anregungen aus den Vorträgen in guten Gesprächen weiter vertieft werden konnten.