CDU: Keine Umbenennung der Hindenburgstraße gegen den Willen der Anlieger

IMG_1705„Gegen den Willen der Anlieger und hier insbesondere der Gewerbetreibenden darf es auch nach der Kommunalwahl keinen neuen Namen für die Hindenburgstraße geben“, so der Vertreter der CDU Thorsten Schoppmeyer, der auch Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Verkehr ist in einer Pressemitteilung. „Eine stillschweigende Umbenennung machen wir nicht mit!“. Die CDU in Alt-Georgsmarienhütte bekräftigt damit ihren Standpunkt, einer Umbenennung der überörtlich bekannten Einkaufsstraße nur zuzustimmen, sofern auch die Anlieger die Namensänderung befürworten.

Hintergrund sind die seit längerer Zeit vorhandenen Bestrebungen einer von vorwiegend den Grünen und der SPD nahestehenden Personen getragenen Initiative, die sich aus unterschiedlichen Motiven heraus das Ziel gesetzt hat, die nach Paul von Hindenburg benannte Straße umzubenennen. Die Verwaltung ist in diesem Zusammenhang beauftragt worden, ein offenes Verfahren einzuleiten, an dessen Ende sowohl eine Änderung als auch eine Beibehaltung des Straßennamens stehen kann.

Anlass für die Bekräftigung des CDU-Standpunktes sind vermehrte Bürgergespräche, in denen massive Bedenken gegen eine Namensänderung vorgetragen wurden. Vielfach wurde insbesondere die Besorgnis geäußert, dass es in der Namensfrage verdächtig ruhig geworden sei, um dann nach den Wahlen am 11. September über die Köpfe der Alt-Georgsmarienhütter hinweg zu entscheiden und so eine politisch missliebige Person aus der Erinnerung zu tilgen.

„Eine Umbenennung geht weit über den reinen Austausch der Straßenschilder hinaus und führt zu einschneidenden Folgen für die Betroffenen“, betonte Schoppmeyer . Als Alternative zu einer Umbenennung schlägt die CDU daher die Anbringung einer Hinweistafel vor, die sich historisch kritisch mit der Person Hindenburgs auseinandersetzt und an geeigneter Stelle angebracht werden soll. Im Übrigen bestünden die Herausforderungen für die Einkaufsstraße nicht in der Änderung des Namens, sondern in der Bewältigung der strukturellen Lasten. „Ziel muss es sein, die Hindenburgstraße nachhaltig attraktiver zu gestalten, um dadurch die Aufenthaltsqualität spürbar zu verbessern“, machte Schoppmeyer deutlich. Ferner müsse Leerständen mit entsprechenden konzeptionellen Lösungen begegnet  und die Hindenburgstraße neben ihrer Funktion als Einkaufsstraße als Dienstleistungszentrum ausgebaut werden.