Zwölf Bewerber, ein Ergebnis

26.04.2006

Das Team: CDU-Vorsitzender Axel Escher, Samtgemeindebürgermeisterkandidat Peter Selter, Bürgermeister Alfons Bertke und Stellvertreter Wilhelm Apke (von links).

Zwölf Bewerber, ein Ergebnis
ja Grafeld/Berge.
Auf dem Weg von der “Begrüßung” bis zu “Verschiedenes” kreuzten eine Menge Formalitäten seinen Weg entlang der Tagesordnung – doch er bewältigte sie alle souverän. Axel Escher, der neue Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Berge, konnte am Ende zufrieden sein. Die Kandidatenliste für den neuen Berger Rat steht. Streit um Listenplätze und Bewerber gab es nicht, dafür viel Einigkeit.
Schon einige Minuten vor der Zeit saß Axel Escher auf seinem Platz im Saal der Gaststätte Wencker in Grafeld. Viele CDU-Mitglieder hatten es da nicht ganz so eilig. Einige nutzten das “akademische Viertel” sogar voll aus. So unterschiedlich das Zeitgefühl auch war, so geschlossen gaben sich die Christdemokraten bei der geheimen Wahl der Kandidaten. Die Liste, die von Bürgermeister Alfons Bertke angeführt wird, segneten die Mitglieder einstimmig ab.
Da auch die Regularien im Vorfeld dieser Wahl flott abgewickelt waren, blieb Zeit für kleine Ausflüge in die aktuelle Kommunalpolitik. Einen davon unternahm Peter Selter, Allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters und CDU-Kandidat für die Nachfolge von Helmut Kamlage. Ihrem Gast hatten die Berger und Grafelder CDU-Mitglieder gern das Rederecht eingeräumt. Der Verwaltungsfachmann nutzte es, stellte sich und seine Arbeit kurz vor. Nach Stationen beim Landkreis Osnabrück und dem Sozialministerium in Hannover ist der 38-Jährige seit gut einem Jahr im Schloss in Fürstenau tätig und schickt sich an, Samtgemeindebürgermeister zu werden. Wie zuvor Axel Escher beschwor auch Peter Selter die “Ehrlichkeit in der Politik”. Es mache keinen Sinn, Luftschlösser zu bauen oder vollmundige Versprechen abzugeben. Realismus sei gefragt – dies gelte beispielsweise für die zukünftige Nutzung der Pommernkaserne in Fürstenau. Vorschläge könne zwar jeder jede Woche machen, ob sie auch umsetzbar seien, stehe auf einem anderen Blatt Papier.
Auch für die vom TuS Berge gewünschte neue Sporthalle könnten derzeit angesichts der Kassenlage der Samtgemeinde keine Zusagen zum Bau gemacht werden – auch wenn alle Verantwortlichen die Notwendigkeit des Projektes sähen. Gleichwohl sei es wichtig, im Gespräch zu bleiben, um alle Chancen auszuloten. So habe er mit dem TuS-Vorsitzende Andreas Klaphake einen Ortstermin ausgemacht, dem werde eine Unterredung mit dem Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen folgen, um die Dringlichkeit des Turnhallenbaus deutlich zu machen.
Berges Bürgermeister Alfons Bertke stieß ins selbe Horn. Derzeit sei der Bau zwar nicht möglich, wenn sich aber eine Chance auftue, werde auch die Gemeinde sofort aktiv werden, betonte er.
Ein weiteres Thema war die Herzlaker Straße in Grafeld. Hier erklärte Bertke, dass die Bürger damit rechnen könnten, dass hier die Bagger 2008/2009 anrücken würden, um die Strecke nebst Radweg in Angriff zu nehmen.
Die Kandidaten für den Gemeinderat Berge:
1. Alfons Bertke, 2. Axel Escher, 3. Wilfried Oeverhaus, 4. Bernt Sievers-Over Behrens, 5. Heinrich Vosskamp, 6. Wilhelm Apke, 7. Andreas Behner, 8. Tobias Mehmann, 9. Wilhelm Hülshoff, 10. Wilhelm Poppe, 11. Hans-Jochen Menslage, 12. Burkhard Hömme