ZWEI BAUABSCHNITTE GEPLANT – Kindergarten in Bippen wird für eine Million Euro erweitert

29.01.2021

NOZ Jürgen Ackmann

Fürstenau/Bippen. Der Kindergarten in Bippen benötigt mehr Platz. Nun hat das Architekturbüro Schröder die Pläne für eine neue Krippengruppe, einen weiteren Gruppenraum für drei- bis sechsjährige Kinder sowie für größere Sozialräume vorgelegt. Kosten: 1,05 Millionen Euro. Wenn die Baugenehmigung vorliegt, will die Samtgemeinde zunächst den Startschuss für den Bau des Gruppenraumes und den Ausbau der Sozialräume geben.

Wie Gregor Schröder junior in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umweltschutz das neue Bauprojekt – eines von vielen in der Samtgemeinde – erläuterte, sind zwei Neubaublöcke geplant. Sie sollen beide im Osten zur Straßenseite hin errichtet werden – zum einen für eine weitere Krippengruppe, zum anderen für einen zusätzlichen Gruppenraum. Der Vorteil: Das Spielgelände hinter dem Kindergarten bleibt baulich unangetastet.

Mehr Platz für Mitarbeiter

Die Bauprojekte gehen einher mit einer Neuordnung von Räumen im bestehenden Komplex, um beispielsweise die Sanitäranlagen neu und optimaler zu gestalten zu können und um den Personalraum von 25 auf 50 Quadratmeter zu vergrößern. Das ist auch notwendig, weil künftig mehr Mitarbeiter für die neue Gruppe notwendig sind. Überdies will die Samtgemeinde mit Blick auf die Ganztagsbetreuung einen Speiseraum mit knapp 60 Quadratmetern schaffen.

Weiterhin sehen die Pläne vor, den Kreisel vor dem Kindergarten mit Blick auf das Bauprojekt aufzulösen, zumal er wenig funktional ist. Damit verbunden ist die Neuregelung der Verkehrssituation. An Parkmöglichkeiten soll es nicht fehlen. Es sei ausreichend Platz vorhanden, hieß es in der Sitzung.

Geld aus Fördertöpfen

Zu den Kosten: Der neue Gruppenraum mit einem Ausbau des Personalraumes wird vom Architekturbüro mit 494.000 Euro veranschlagt, die Krippengruppe mit 390.000 Euro. Die Neuordnung der Sanitäranlagen kostet 65.000 Euro, die Schaffung eines Speiseraumes 55.000 Euro. Schließlich ist das Herrichten der Außenanlage mit 50.000 Euro veranschlagt. 

Bei der Finanzierung dieser Summe kann die Samtgemeinde mit Fördergeldern in Höhe von 180.000 Euro vom Land für den Krippenraum rechnen. Für den Gruppenraum für Kinder von drei bis sechs Jahren könnte es zudem Gelder vom Landkreis geben. Allerdings umfasst der Fördertopf – das Geld stammt aus sogenannten Corona-Mitteln –  dort für alle Kommunen lediglich rund 1,5 Millionen Euro, wie der zuständige Fachdienstleiter Thomas Wagener erläuterte. 

Insgesamt waren die Mitglieder des Ausschusses mit den Plänen zufrieden. Bippens Bürgermeister Helmut Tolsdorf und sein Stellvertreter Dirk Imke wiesen aber noch auf ein Gespräch vor Ort mit dem Kindergarten und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde als Träger hin. Hier habe es noch kleinere Ergänzungen und Anregungen – unter anderem zum Thema Garderobe für die Mitarbeiter  – gegeben. Die will das Architekturbüro in die Pläne einfließen lassen.

Nächster Schritt: Bauanträge

Und so geht es weiter: Nachdem die Samtgemeinde im Sommer beschlossen hatte, den Ausbau des Kindergartens in ihr Investitionskonzept aufzunehmen und anschließend den Planungsauftrag vergab, hat der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt nun empfohlen, dem vorliegenden Gestaltungsentwurf zuzustimmen und die Bauanträge für Gruppenraum und Kinderkrippe zu stellen. Zunächst sind für die Jahre 2021 und 2022 für den ersten Abschnitt mit Gruppenraum und Umgestaltung im vorhandenen Gebäude 639.000 Euro vorgesehen. Ist der Bauantrag genehmigt, soll es mit den Bauarbeiten schnell losgehen. In einem zweiten Schritt folgt die Krippe für 414.600 Euro, und zwar möglichst schnell. Noch fließen die Zuschüsse.