Zeitgewinn von sechs Monaten

12.12.2009

ja Fürstenau.
Die Dinge entwickeln sich: Der Landkreis hat mitgeteilt, dass aus raumordnerischer Sicht keine Bedenken gegen den geplanten Freizeit- und Ferienpark in Fürstenau bestehen. Was das bedeutet? Ganz einfach: einen Zeitgewinn von sechs Monaten. Wenn alles klappt, könnte es tatsächlich – wie geplant – im Sommer losgehen.

Wie berichtet, ist im November eine sogenannte Antragskonferenz zum Raumordnungsverfahren über die Bühne gegangen. Dabei hatten die Träger öffentlicher Belange – zum Beispiel das Forstamt, das Umweltforum Osnabrück oder die Landesjägerschaft – die Gelegenheit, sich über das geplanten Vorhaben auf dem ehemaligen Kasernengelände in Fürstenau zu informieren und Stellung zu beziehen.

Wie nun Samtgemeindebürgermeister Peter Selter in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates berichtete, sei der Landkreis, der die Antragskonferenz einberufen habe, zur Auffassung gelangt, dass aus einem vorgeschalteten Raumordnungsverfahren keine neuen Erkenntnisse zu erwarten seien. Das bedeute, dass die Kommune nun direkt in die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde für den Ferien- und Freizeitpark einsteigen könne. Die Stadt suche derzeit zusammen mit den drei niederländischen Investoren ein Planungsbüro aus, das in Kürze mit der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung der Bebauungspläne beauftragt werden solle.

Unterdessen laufen bereits die Untersuchungen zum Boden- und Grundwasserschutz sowie die technische Erkundung zur Kampfmittelräumung. Weder die Altlasten- noch die Kampfmitteluntersuchungen hätten bisher Auffälligkeiten ergeben, erklärte der Samtgemeindebürgermeister. Auch Arbeiten zur Erfassung von Flora und Fauna seien bereits durchgeführt worden. Ob weitere Untersuchungen notwendig sind, müsse noch mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden.

Wenn die deutschen Behörden alle Eventualitäten abgeklopft haben, sind die niederländischen Investoren dran. Wie mehrfach berichtet, wollen sie den Park in mehreren Schritten bis 2015 fertigstellen.