Wie kann das Hohe Tor in Fürstenau vor Beschädigungen durch Lkw geschützt werden?

14.12.2011

af Fürstenau. 113 Wählerstimmen bekam Friedrich-Wilhelm Oldenhage am 3. Oktober 1976 – das Jahr, in dem er in den Stadtrat Fürstenau einzog. Bei der jüngsten Wahl waren es viel mehr. Bürgermeister Herbert Gans würdigte ihn in der jüngsten Ratssitzung für 35 Jahre als Ratsherr. Darüber hinaus war die Durchfahrt durch das Hohe Tor wieder einmal Thema.

Aber der Reihe nach. Herbert Gans zählte die wichtigsten Punkte aus Friedrich-Wilhelm Oldenhages politischer Laufbahn auf. Bereits in seinem ersten Jahr wurde der Kommunalpolitiker stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat. Seit 1988 hatte er den Posten als Fraktionsvorsitzender inne. Und das 23 Jahre lang, wie Gans betonte.

Daneben sei Friedrich-Wilhelm Oldenhage auch als Abgeordneter im Kreistag tätig und mit einem Sitz im Samtgemeinderat von Fürstenau vertreten. Vor einem Jahr habe er dann das Bundesverdienstkreuz für seine Arbeit erhalten. Nun folgten eine Urkunde und Blumen als Dank.

Die Ehrung für Friedrich-Wilhelm Oldenhage (Mitte) übernahmen Peter Selter (links) und Herbert Gans. Foto: Anika Franke

Die Ehrung für Friedrich-Wilhelm Oldenhage (Mitte) übernahmen Peter Selter (links) und Herbert Gans. Foto: Anika Franke

Ein anderer Punkt sorgte für regen Meinungsaustausch zwischen den Ratsmitgliedern: die Durchfahrt des Hohen Tores. Nach dem Einbau von Zugstangen zur Stabilisierung in 3,20 Meter Höhe können größere Fahrzeuge das Tor nicht mehr passieren, ohne es zu beschädigen. Samtgemeindebürgermeister Peter Selter stellte deshalb eine elektronische Höhenwarnanlage zum Schutz für das Tor vor. Rund 34 000 Euro solle eine solche Schranke kosten. Die Anlage funktioniere über eine Lichtschranke, die ein LED-Warnschild aktiviere, wenn ein Fahrzeug mit unzulässiger Höhe das Tor passieren wolle. „Achtung, zu hoch“ könnte dann in roten Lettern auf einem Schild aufleuchten.

Die kostengünstigere Alternative: eine rot-weiße Bake, die in einiger Entfernung vom Hohen Tor aufgehängt würde und größere Fahrzeuge an der Durchfahrt hindert.

In einem Punkt waren sich die Ratsmitglieder einig: Sie wollen das Tor vor Beschädigung durch zu große Fahrzeuge schützen. Die Frage wie dieser Schutz zu gewährleisten ist, konnte die Runde nach sorgfältigem Abwägen nicht abschließend klären. Immerhin müssten Warnhinweise zwar eindeutig sein, gleichzeitig sollten sie aber dem historischen Bauwerk gerecht werden.

So ging Peter Selter mit einem neuen Auftrag aus der Sitzung. Er soll nun beim Landkreis, der zuständigen Behörde, die schlichteste Möglichkeit erfragen. Ein Ratsmitglied hatte die Frage aufgeworfen, ob nicht einfache Warnschilder – wie andernorts üblich – ausreichen könnten. So oder so: Ein Beschluss für die Beschilderung am Hohen Tor ist noch nicht in Sicht.

Herbert Gans bedankte sich seinerseits trotzdem für die gute Zusammenarbeit mit Stadtrat und Verwaltung.