Wann genau ziehen die Soldaten ab?

30.11.2006

Wann genau ziehen die Soldaten ab?
ja Fürstenau.
Möglicherweise gehen schon Mitte 2007 die ersten Lichter inder Pommernkaserne in Fürstenau aus. Das berichtete Stadtdirektor Peter Selterin der jüngsten Sitzung des Finanz- und Rechnungsprüfungsausschusses. Weiterhinging er auf die Planungen für die Nachnutzung der Kaserne ein.

Derzeit warten dieSoldaten nach Auskunft von Peter Selter auf den so genannten”Organisationsbefehl”, der den Abzug aus der Pommernkaserne regelt.Er werde, so sei ihm gesagt worden, wahrscheinlich im Januar eintreffen. DieVerantwortlichen rechneten damit, dass aus dem Papier auch hervorgehe, dass dieKaserne bereits vor Ende des Jahres 2007 geräumt werde.

Dies bedeutet auch, dass die Stadt in Zusammenarbeit mit der Bundesanstaltfür Immobilienaufgaben ihre Bemühungen um eine Nachnutzung weiter forcierenmuss. Peter Selter wird sich deshalb heute mit den Verantwortlichen inOldenburg treffen. Sie hätten bereits telefonisch zugesagt, in Kürze mit Blickauf die Vermarktung verstärkt aktiv zu werden.

Unterdessen zeichnet sich ab, dass die Stadt möglicherweise für eineÜberplanung des Kasernengeländes einen hilfreichen Betrag aus Hannover erhaltenwird. Dies hätten kürzlich Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium ergeben,berichtete Peter Selter weiter.

Zum Nachnutzungskonzept erklärte der Stadtdirektor, dass es derzeit auf”sieben Säulen” stehe, da bekanntlich nicht der eine “großeInvestor” für die Kaserne vorhanden sei. Eine Säule sei beispielsweise dieTherapie und Gesundheit, eine weitere der Haustierpark, die dritte dietouristische Nutzung. Natürlich werde auch intensiv die Idee desPferdesportcampus verfolgt. Alle sieben Säulen müssten nun so aufgestellt undausbalanciert werden, dass die verschiedenen Nutzungen ein Ganzes ergäben unddazu führten, dass das Kasernengelände auch tatsächlich das Jahr über inBetrieb sei. Um dies wiederum zu erreichen, sei eben eine Gesamtplanungnotwendig, für die das Geld aus Hannover benötigt werde.

In diesem Zusammenhang machte Peter Selter noch einmal deutlich, dasskeineswegs ein reines Reitsportzentrum angedacht sei, das womöglich noch inharter Konkurrenz zu anderen Projekten in der weiteren Region stehe. “Ichglaube, dass wir hier schon einige andere, neue Ansätze haben”, betonteSelter. Er bezog sich mit diesen Aussagen auch auf eine Anfrage im Landtag, aufdie zuvor der Ratsherr Benno Trütken hingewiesen hatte.