Verwaltung stellt Etat vor – Haushalt der Stadt Fürstenau für 2015 im Lot

11.12.2014

NOZ 11.12.2014

Fürstenau. Eigentlich sind es gute Nachrichten. Die Stadt Fürstenau kann nach dem derzeitigen Stand der Dinge 2015 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Sie muss keine neuen Schulden machen. Im Gegenteil: Läuft alles wie geplant, wird die Verschuldung erstmals nach langer Zeit unter die Zwei-Millionen-Grenze fallen. Gleichwohl warnt Kämmerin Sonja Ahrend: Der Haushalt sei keineswegs üppig. Finanzielle Spielräume gebe es kaum, betonte sie bei der Vorstellung des Etats in der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Die Verwaltung plant den Haushalt für das kommende Jahr im Ergebnishaushalt mit Erträgen und Ausgaben in Höhe von jeweils 6,76 Millionen Euro. Es bleibt ein kleiner finanzieller Puffer in Höhe von 24200 Euro, der sich allerdings noch etwas vergrößern könnte, wenn der Haushalt für das Jahr 2014 tatsächlich so abgeschlossen werden kann, wie sich dies derzeit abzeichnet.

Gleichwohl sei das kein Grund, sich zurückzulehnen, betonte Sonja Ahrend. Insbesondere wies sie auf zwei finanztechnische Probleme hin. Zum einen sind da die Umlagen, die die Stadt an Land, Landkreis oder die Samtgemeinde zahlen muss. Hier sind im Haushalt für 2015 4,7 Millionen Euro eingeplant. Mit anderen Worten: Für die Stadt Fürstenau bleiben nur zwei Millionen Euro übrig.

Zum anderen sind da die Abschreibungen – beispielsweise für die kommunalen Straßen. Da stehe im Etat ein Betrag von 500000 Euro. Normalerweise müssten nun Investitionen oder Rücklagen in Höhe der Abschreibungen erfolgen, um die Werte zu erhalten. Tatsächlich könne die Stadt aber lediglich 160000 Euro in die Sanierung der Straßen und Wege stecken. „Das ist eine klare Schieflage“, betonte Sonja Ahrend mit Blick auf den sich abzeichnenden Investitionsstau in den kommenden Jahren.

So oder so: Die Sparerfolge haben zumindest dazu geführt, dass Zins- und Tilgungslast inzwischen deutlich gesunken sind. Das liegt einerseits daran, dass mithilfe des Landkreises die Kassenkredite auf dem Girokonto der Stadt komplett getilgt sind. Andererseits werden die langfristigen Verbindlichkeiten Ende 2015 wahrscheinlich auf 1,9 Millionen Euro sinken. Zum Vergleich: 2004 waren es noch 3,9 Millionen Euro. Kurzum: Die Stadt Fürstenau hat sich im Landkreis inzwischen zu einem finanziellen Musterschüler entwickelt, während in einigen anderen Kommunen die Schuldenberge rasant anwachsen.