Verwaltung legt Etatentwurf vor – Haushalt der Samtgemeinde Fürstenau mit Schieflage

12.12.2014

NOZ 12.12.2014

Fürstenau/Bippen/Berge. Kämmerin Sonja Ahrend hatte zur jüngsten Sitzung des Rates der Samtgemeinde Fürstenau keine guten Nachrichten mitgebracht. Entgegen der Zielvereinbarung mit dem Landkreis weist der Haushaltsentwurf für das Jahr 2015 im Jahresergebnis ein Minus von 131700 Euro aus. Die Kommune wird also nach dem derzeitigen Stand der Dinge mehr Geld ausgeben, als sie einnimmt. Deshalb haben die Fraktionen nun über Neujahr eine Hausaufgabe bekommen. Sie sollen die Frage beantworten, wie sich das Minus noch vermeiden lässt. Die Ausgaben für Kindergärten werden hier eine große Rolle spielen.

Sonja Ahrend hat den Etat mit ordentlichen Erträgen in Höhe von 14,010 Millionen Euro und Aufwendungen von 14,142 Millionen Euro geplant. Ein Grund, warum die Ausgaben derzeit die Einnahmen übersteigen, sind die Aufwendungen für die Kindergärten. Insgesamt schlagen hier im nächsten Jahr 1,66 Millionen Euro zu Buche – das sind 237000 Euro mehr als noch 2014. Die Verwaltung hat sich inzwischen mit dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis zusammengesetzt, um im Detail zu ergründen, wie es zu dem Kostenanstieg in dessen Kindergärten kommen konnte und wie er wieder eingedämmt werden kann. Die zusätzlichen Ausgaben hätten die Einsparungen an anderer Stelle komplett zunichtegemacht, so Sonja Ahrend.

Gleichwohl: Es gab auch einige gute Nachrichten. So sind durch die Entschuldungshilfe des Landes und des Landkreises die Zinsaufwendungen um 70000 Euro gesunken – das wiederum entlastet den Haushalt. Auch die langfristigen Verbindlichkeiten sinken. Hatte die Samtgemeinde vor zehn Jahren noch 10,1 Millionen Euro Schulden, so werden es Ende 2015 noch 7,9 Millionen sein. Die Schulden auf dem Girokonto der Kommune sind – dank der Entschuldungshilfe – ebenfalls gesunken, und zwar von 4,8 Millionen Euro auf nun nunmehr 1,1 Millionen Euro. Eigentlich war geplant, 2015 den Betrag unter die Millionengrenze zu drücken.

Der Rat der Samtgemeinde verwies den Haushalt schließlich ohne Empfehlung zur weiteren Beratung in die Fraktionen.