Verlegung der Schulbushaltestelle beschlossene Sache

13.12.2007

ja Berge.
Die Schulbushaltestelle an der Antener Straße in Berge wird aus Gründen der Sicherheit an den “Sonnenberg” verlegt, und zwar dort, wo sich die Massagepraxis Vörding befindet. Das hat die Ingenieurplanung Wallenhorst empfohlen, und das haben sowohl der Schul- als auch der Samtgemeindeausschuss beschlossen.

Wie berichtet, hat das Fachbüro vor einigen Wochen den Auftrag erhalten, kurzfristig die Verkehrssituation rund um den Schulkomplex in Berge zu untersuchen und Lösungsvorschläge aus Expertensicht zu bewerten. Die Ergebnisse stellte nun der Verkehrsplaner Manfred Ramm vor. Zunächst sein Urteil zur gegenwärtigen Situation: Das größte Defizit bestehe in der “weitgehend fehlenden Trennung” der Verkehrsarten. Busse, Eltern-Pkw, Radfahrer und Fußgänger ballten sich auf engem Raum. Unter anderem sei der Flaschenhals zwischen Schule und Bäckerei ein Problem. Weiterhin seien Länge und Breite der Busbucht unzureichend. Die Fahrzeuge passten teilweise nicht einmal ganz auf die Parkfläche. Sie verdeckten so Passanten, die den nahe gelegenen Zebrastreifen nutzten – “eine Gefahrenquelle ersten Ranges”, wie Ramm sagte.

Anschließend folgte seine Bewertung von fünf Vorschlägen. Bestenfalls als “Notlösung” tauge die Variante, die Schulhofmauer zurückzusetzen, um die Busbucht größer zu machen. Damit werde der Verkehr nicht entzerrt, dieses Problem bleibe. Auch den Vorschlag, die Haltestelle auf eine Fläche am Kindergarten zu verlegen, hielt er aus Platzgründen nicht für die beste Variante. Der Vorschlag, beim Fahrradstand vor der Turnhalle einen Halt einzurichten, wiederum habe den Nachteil, dass die Durchfahrt bei der Bäckerei eng sei und Gefahren berge. Am besten sei es, “Am Sonnenberg” eine Bushaltestelle einzurichten, wo es bereits eine Straßenschleife gebe. Mit Blick auf die Trennung der Verkehre sei das die konsequenteste und sicherste Lösung. Hier könne zudem ein Stück des südlichen Schulgeländes genutzt werden, um eine optimale Busführung zu gewährleisten – auch mit Blick auf die Anlieger, deren Belastungen seinen Berechnungen nach vertretbar seien.

Die Kosten für das Projekt betrügen grob geschätzt maximal 100000 Euro, wobei 2008 Zuschüsse bei der Landesnahverkehrsgesellschaft beantragt werden könnten, die 2009 flössen. Für die Übergangszeit gelte es, die aktuelle Verkehrslage so weit wie möglich zu optimieren.

Ein Konzept, das alle Fraktionen einhellig begrüßten. Nun soll geklärt werden, ob ein vorzeitiger Baubeginn 2008 möglich ist.