Und das Leben wird wieder teurer

05.10.2007

Und das Leben wird wieder teurer
hoe Fürstenau/Berge/ Bippen.
Das Leben in Fürstenau, Bippen und Berge wird teurer. Zum 1. Januar 2008 sollen die Gebühren für die Schmutzwasserbeseitigung um 30 Cent auf 2,25 Euro pro Kubikmeter steigen. Das hat der Werkausschuss der Samtgemeinde empfohlen. Immerhin: Andere Gebühren bleiben stabil.

Die Empfehlung, die am 18. Oktober im Samtgemeinderat endgültig abgesegnet werden soll, verursachte bei den Mitgliedern des Werkausschusses “Bauchschmerzen”. Gleichwohl sahen die Kommunalpolitiker nach intensiver Debatte keine andere Möglichkeit. Nach der vorgelegten “Gebührenbedarfsrechnung” für 2008 ist eine Erhöhung der Gebühr unumgänglich, um die Abteilung “Schmutzwasser” wirtschaftlich und ohne weiteres Anhäufen von Schulden zu führen. Der aktuelle Gesamtverlust beträgt derzeit rund 73600 Euro (wir berichteten). Hinzu kommt, dass einige große Investitionen anstehen – zum Beispiel für die Kanalnetzerweiterungen in Vechtel und Lonnerbecke sowie die EDV-Kopplungen der Kläranlagen. Hier ist eine Erhöhung der Kreditaufnahme um 243000 Euro geplant – Geld, das auch wieder zurückgezahlt werden muss. Im Gegenzug will der Werkausschuss noch einmal intensiv Sparmöglichkeiten ausloten, um einen weiteren Anstieg von Gebühren zu vermeiden.

Der Empfehlung, die Gebühren anzuheben, war der Prüfungsbericht über den Jahresabschluss des Eigenbetriebes der Samtgemeinde vorausgegangen. Ulrich Jürgens von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft “Intecon” erläuterte darin, wie es finanziell um die einzelnen Abteilungen des Eigenbetriebes bestellt ist. Neben der Schmutzwasserbeseitigung gehören dazu die Abteilungen Regenwasser, Straßenreinigung und Bestattungswesen.

Zum Regenwasser: Hier sieht es gut aus, es gibt einen Überschuss von 25100 Euro und damit einen absoluten Gewinnvortrag von 173100 Euro. Eine Gebührenerhöhung ist also nicht zu erwarten – trotz der Investitionen in das Regenrückhaltebecken beziehungsweise in den Löschteich in Schwagstorf.

Zur Straßenreinigung: Auch hier gibt es einen Überschuss, und zwar in Höhe von 5000 Euro. Damit kann der Verlustvortrag auf 2400 Euro reduziert werden. Die Gebührenhöhe reicht noch aus.

Zum Bestattungswesen: Eine Gebührenerhöhung ist hier nicht in Sicht. Mit dem aktuellen Überschuss von 5500 Euro beträgt der Gewinnvortrag 44500 Euro.