Und alle strahlen um die Wette

15.11.2008

Von Magdalena Kormann
Fürstenau.

Punkt 10.30 Uhr leitet ein strahlender Schulleiter den offiziellen Einweihungsfestakt in der 4,2 Millionen Euro teuren, neuen Halle ein, nachdem Schüler der Zirkus-AG schon mal sportlich losgelegt und ein bisschen haben ahnen lassen, von was das Rahmenprogramm dieser Feier dominiert sein wird. „Es ist ein beeindruckender Bau“, ruft Gerald Wiezialkowski schließlich ins Mikro und hält kurz inne. Seine Schüler hätten sich seinerzeit eine moderne, große, nicht langweilig graue Halle gewünscht. Genau diesen Vorstellungen sei auch entsprochen worden. „Das Wichtigste aber ist, die Halle ist da“, so der Schulleiter, „und die Zeit des Ersatzes ist vorbei. Ich danke allen, die geholfen haben.“

„Oh happy day“ singt der Schulchor, vor dem der Chorleiter im wahrsten Sinne des Wortes in die Knie geht. Viertklässler der benachbarten Grundschule warten mit einem Reifentanz auf. Dann nimmt das Grußwortprozedere seinen Lauf. Samtgemeindebürgermeister Peter Selter ist des Lobes für „alle, die mitgezogen haben“, im Besonderen für die Baufirma, die „in Bestimmtheit und Kürze, mit Professionalität und Verbindlichkeit“ die Halle erstellt habe.

Dass der Landkreis dabei „ein starker Partner“ und Kreisrat Dr. Reinhold Kassing sowie Landrat Manfred Hugo „die“ Projektmanager schlechthin gewesen seien, sagt Peter Selter auch. Schließlich taucht der Samtgemeindechef ab ins Fach Mathematik, um dann formelfest und noch immer staunend festzustellen: „Zwei TBZ (Turnhallenbauzeiten) gleich 12 Monate.“

„Oh happy day, ja, das passt heute für die Schule, für die Samtgemeinde und den Landkreis“, so Manfred Hugo in seiner Festansprache, in der er sowohl auf den Werdegang der IGS eingeht als auch auf die aus seiner Sicht wichtige und richtige Entscheidung des Kreistages, insgesamt 15 Millionen Euro in sechs schulische Bauprojekte zu investieren.

Auf die Frage nach Neubau oder Sanierung der Fürstenauer Sportstätte sei Neubau seinerzeit eine richtige und logische Antwort gewesen, sagt der Landrat. Er attestiert der Firma Züblin perfekte Arbeit, erinnert an das Sponsorenprojekt der IGS, das fast 6000 Euro für neue Sportgeräte erbrachte, und spricht mit Blick auf Vereinsnutzung von einer „echten Mehrzweckhalle.“

Genau das ist der Part Ulrich Neumanns, der auch für die Sportler aus Schwagstorf aus Hollenstede ein Grußwort überbringt. Eine „Stätte des Sports und der Fairness“ wünscht er sich und für den 30. November einen „Tag der offenen Tür“, damit auch die Öffentlichkeit Einblick nehmen kann.

Als dann Jürgen Putnins die Regie übernimmt, sich anstelle eines Referats zum Thema Sport für die Moderation sportlicher Darbietungen entscheidet, gehört die Halle den Kindern und Jugendlichen. Und die klettern und kämpfen, überspringen Matten und Kästen und demonstrieren mit Bällen, Ringen und Seilen, was sie drauf haben.

Am Mikro des kurzfristig in die Rolle eines Sportreporters gewechselten Moderators äußern sie sich auch – mal mehr, mal weniger. Bald mischen auch „einige Herren aus der ersten Reihe“ mit sportlicher Ertüchtigung mit. Sind doch einigen Badminton-Koryphäen die Sparringspartner ausgegangen. Dass Pastor Hubert Schütte und Bürgermeister Herbert Gans nun gar nicht mit Schläger und gelber Filzkugel zurechtkommen, kann das amüsierte Publikum nicht feststellen. „The show must go on“, das Duo schlägt sich tapfer. Wie die Handvoll Fußball-Oldies, die sich mit einigen Youngstern ein Demo-Match liefern.

Musik hier, Gesang da und nach der Aussegnung und der Grußwortüberbringung der Vertreter der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirchen Fürstenaus, ist es dann endlich so weit: Hartmut Beyer von der Firma Züblin hat das Wort, um danach den symbolträchtigen Hallenschlüssel an Manfred Hugo zu übergeben, der diesen weiterreicht.