“Treffen der Bürgermeister einmal im Monat”

23.09.2006

Peter Selter, designierter Samtgemeindebürgermeister

“Treffen der Bürgermeistereinmal im Monat”
Von Jürgen Ackmann
Fürstenau.
Wie stellt sich der designierte Bürgermeister derSamtgemeinde Fürstenau zukünftig die Ratsarbeit vor? Welche Weichen müssenpersonell gestellt werden? Was ist mit der angedachten Erhöhung derKreisumlage? Was macht der Pferdesportcampus? Fragen, auf die Peter Selter ineinem Gespräch Antworten gab.

Im neuen Samtgemeinderat sinddie Mehrheiten knapp. Was bedeutet das für ihre Arbeit?

Der Wählerauftrag verlangt, dass wir zukünftig fraktionsübergreifend dieSachthemen abstimmen, um zu einem Konsens zu kommen. Außerdem plane ich, dasssich die Bürgermeister aus Fürstenau, Bippen und Berge zukünftig einmal imMonat treffen, um über die Entwicklung in der Samtgemeinde insgesamt zusprechen. Jeder sollte den Blick für das Ganze haben. Einzelkämpfertum könnenund sollten wir uns nicht leisten. Wir alle zusammen sind schließlich dieSamtgemeinde Fürstenau.

In der Verwaltung der Samtgemeinde sind personelle Umstellungennotwendig. Wie weit sind die Überlegungen gediehen?

Zunächst einmal ist es so, dass in den nächsten Jahren mit der Einführungder kaufmännischen Haushaltsführung 2008/2009 große Herausforderungen auf unszukommen, auf die wir auch personell reagieren müssen. Hier müssen unteranderem die Mitarbeiter weiterqualifiziert werden. Ich selbst bin zwarausgebildeter Controller, aber das allein reicht nicht. Es geht um einegenerelle betriebswirtschaftliche Neuorientierung, die eine differenziertePersonalentwicklungsplanung erfordert. Dazu müssen wir zunächst die gesamteVerwaltung durchleuchten, um für die nächsten Jahre ein kluges und tragfähigesKonzept aufstellen zu können.

Der Landkreis überlegt, die Kreisumlage anzuheben, will aber bedürftigeKommunen im Gegenzug stärker finanziell unterstützen. Gut für die Samtgemeinde?

Diese noch stärkere Differenzierung nach starken und schwachen Kommunenwürde ich durchaus begrüßen. Sie kommt uns natürlich entgegen. Zu dem Bericht,auf den Sie abzielen, möchte ich allerdings noch eine Anmerkung machen. Dortwar auch davon die Rede, dass der Landkreis den Kommunen zukünftig noch genauerauf die Finger schauen wolle, um zu prüfen, ob die Hausgaben gemacht wordenseien. Dazu möchte ich ausdrücklich sagen, das wir bereits einen großen Teilunserer Hausaufgaben gemacht haben, um wieder in eine bessere Position kommenzu können. Für mich ist hier die Stadt Georgsmarienhütte durchaus ein Vorbild.Es ist noch gar nicht so lange her, da gehörte die Kommune wirtschaftlich undfinanziell zu den Schlusslichtern im Landkreis. Jetzt ist sie – auch mit hilfedes Landkreises – wieder gut aufgestellt. Dahin möchten wir auch kommen, undzwar in enger Zusammenarbeit und mit Hilfe des Landkreises.

Noch ein Stichwort: Pommernkaserne. Wie sieht es hier aus?

Zurzeit verhandeln wird mit dem Wirtschaftsministerium in Hannover überFördermöglichkeiten für die Umsetzung eines Pferdesportcampus auf dem Kasernengelände.Außerdem stehen Gespräche mit Fachleuten – zum Beispiel zum Thema Park fürHaustierrassen – auf dem Programm.