NOZ

Schwagstorf. Die Grundschule in Schwagstorf benötigt dringend mehr Platz – insbesondere für Fach-, Differenzierungs- und Betreuungsräume. Dabei geht es vor allem darum, die räumlichen Voraussetzungen für die Inklusion zu schaffen. Auch die Bewegungshalle ist ein Thema.

Den Platzmangel an der Grundschule thematisierten Vertreter der Grundschule sowie Ratsmitglieder aus Schwagstorf auch in der jüngsten Sitzung des Rates der Samtgemeinde Fürstenau. Es müsse dringend gehandelt werden, so der Tenor. Die Fragen an die Kommunalpolitik: Wann sei damit zu rechnen, dass das Ausbauprojekt konkret in Angriff genommen werde? Bereits 2020? Und werde dafür das nächste Jahr Geld in den Haushalt eingestellt?

Sowohl die Gruppe CDU/FDP als auch die Gruppe SPD/Grüne und Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken machten zunächst deutlich, dass eine Erweiterung der Grundschule in Schwagstorf in Form eines Anbaus Priorität genieße. So sei zunächst am 15. Oktober in der Grundschule eine Besprechung mit der Landesschulbehörde vorgesehen, um konkret zu ermitteln, welchen Platzbedarf es mit Blick auf die Inklusion gebe, hieß es. Anschließend könnten die Planungen in Angriff genommen werden. Ob das Projekt schon im nächsten Jahr komplett umgesetzt werden könne, sei noch nicht gewiss. Auch zu den möglichen Geldern im Haushalt konnten die Verantwortlichen noch keine konkrete Antwort geben. Die Aufstellung des Etats sei noch nicht erfolgt. Die Beratungen würden – wie üblich – erst Anfang des nächsten Jahres abgeschlossen. Jetzt Zahlen zu nennen, sei ein Vorgriff auf die Etatgespräche und nicht sinnvoll.

 Zahl der pädagogischen Kräfte stark gestiegen

Wie Schulleiterin Monika Sander nach der Ratssitzung erläuterte, hätten sich vor vier Jahren noch fünf Lehrkräfte das Lehrerzimmer geteilt. Wegen des hohen Bedarfs bei der Inklusion sei die Zahl inzwischen auf 13 gestiegen. Hinzugekommen seien unter anderem Schulbegleiter sowie weiteres pädagogisches Fachpersonal. Da werde es im Lehrerzimmer inzwischen sehr eng. Aber auch sonst fehle es an allen Ecken und Ende an Platz. Es gebe keinen geeigneten Beratungsraum für Eltern und Pädagogen, auch mangele es an einem Materialraum sowie an Differenzierungsräumen. Angesichts der hohen Zahl an Inklusionskindern, deren Eltern ganz bewusst die vergleichsweise kleine Schule in Schwagstorf gewählt hätten, müsse schnell etwas geschehen.

Ein weiteres Problem: Die Bewegungshalle der Grundschule ist gemessen an den Vorgaben der Lehrpläne nicht für den Sportunterricht der dritten und vierten Klassen geeignet. Das hat die Landesschulbehörde deutlich gemacht. Um das zu kompensieren, wollte die Grundschule Schwagstorf die Sporthalle der 1912-Schule in Fürstenau nutzen, aber die ist bekanntlich im August wegen baulicher Mängel geschlossen worden. Die Grundschule und auch die Samtgemeinde als Schulträger stecken damit derzeit in der Klemme.