Straßenmeisterei: Ohne geht es nicht

04.10.2007

Straßenmeisterei: Ohne geht es nicht
ja Fürstenau.
Die Straßenmeisterei in Fürstenau hat nach Abschluss des Privatisierungsversuches in dieser Woche ihre Arbeit wieder aufgenommen. Insgesamt 21 Mitarbeiter und zwei neue Fahrzeuge sind ab sofort wieder im Einsatz. Ob das so bleibt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Antworten aus Hannover sind zu diesem Thema begehrt.

Nach dem Abschluss des Pilotprojektes in Fürstenau informierten sich der Landtagsabgeordnete Reinhold Coenen und Fürstenaus Bürgermeister Herbert Gans bei den Mitarbeitern der Straßenmeisterei über die aktuelle Situation und gaben ihre Einschätzung wieder. Insgesamt sei die dreijährige Privatisierungsphase, in der die Straßenmeisterei nur noch Streckenkontrolldienste durchgeführt und ansonsten die Aufgaben an private Unternehmen delegiert habe, wohl nicht sonderlich erfolgreich verlaufen, erklärte Reinhold Coenen. Vor allem von Bürgern habe es viele Beschwerden gegeben, weil Arbeiten liegengeblieben seien oder weil es an Ortskenntnis gefehlt habe – zum Beispiel während des Winterdienstes.

Diese Einschätzung teilten die Mitarbeiter der Straßenmeisterei – wenn auch unausgesprochen. Leiter Friedrich-Wilhelm Rebber machte deutlich, dass es sinnvoll sei, die Kernaufgaben – also beispielsweise den Unfall- und Winterdienst – weiterhin bei der Straßenmeisterei zu belassen. Planbare Aufgaben wie die Gehölzpflege dagegen könnten – wie früher auch schon – an Firmen abgegeben werden. Überdies sei es wünschenswert, wenn es zukünftig ein festes Budget pro Jahr gebe, mit dem die Straßenmeisterei planen könne.

Bürgermeister Herbert Gans befürwortete ein solche Lösung ausdrücklich. Absolute Zuverlässigkeit und schnelle Einsatzbereitschaft seien wichtig. Und genau die gewährleiste die Straßenmeisterei. Überdies seien die Mitarbeiter eingespielt. Es gelte deshalb, ein motiviertes Team zu erhalten und Sicherheit für die Zukunft zu schaffen.

Speziell die wünschen sich auch die Mitarbeiter. Sie möchten schnell wissen, wie es weitergeht. Ob sie mit weiteren Versetzungen rechnen müssen oder ob sie bleiben können. Ständige Unsicherheit ist eben nicht motivationsfördernd.

Dies sieht auch Reinhold Coenen so. Er kündigte an, in den nächsten Tagen mit den Verantwortlichen in Hannover zu sprechen. „Ich werde mich dort für Ihre Interessen einsetzen. Dazu bin ich schließlich als Abgeordneter für diese Region da“, betonte Reinhold Coenen.