Spielstraße und Querungshilfe?

30.01.2008

Spielstraße und Querungshilfe?ja Berge.
Der Planungsprozess schreitet langsam, aber sicher voran: Nach dem Beschluss des Samtgemeindeausschusses, die Verlegung der Schulbushaltestelle von der Antener Straße an den Sonnenberg südlich der Haupt- und Realschule in Angriff zu nehmen, hat die Verwaltung nun die Anlieger zum Gespräch eingeladen. Ihre Anregungen und Bedenken standen mit Mittelpunkt (siehe Box). Überdies gab es einige neue Infos zum Planungsstand.

Damit Kinder die Hauptstraße sicherer in Richtung “Am Sonnenberg” überqueren können, ist eine Bedarfsampel, ein Zebrastreifen oder eine Mittelinsel geplant.
Foto: Jürgen Ackmann
Zu Beginn des Treffens in der Haupt- und Realschule machte Samtgemeindebürgermeister Peter Selter noch einmal die Hintergründe für das Projekt sichtbar. Die derzeitige Haltestelle an der Antener Straße entspreche nicht den gewünschten Anforderungen an die Sicherheit. Es könnten immer wieder gefährliche Situationen entstehen. Deshalb habe die Samtgemeinde die Ingenieurplanung Wallenhorst beauftragt, eine Reihe von Varianten zu prüfen und eine Empfehlung auszusprechen. Das ist – wie berichtet – geschehen. Beim Anliegertreffen erläuterte der zuständige Verkehrsplaner Manfred Ramm nun noch einmal die bereits bekannten Ergebnisse der Untersuchung, bevor er speziell für den favorisierten Standort am Sonnenberg südlich der Haupt- und Realschule eine weiterentwickelte Planung vorstellte. Sie sieht unter anderem vor, dass die Einfahrt zur Straße “Am Sonnenberg” als Spielstraße ausgebaut wird, der sich dann die Wendeschleife für die Busse in Höhe der Massagepraxis Vörding anschließt. Dies bedeutet, dass Fahrzeuge dort nur Schritttempo fahren dürfen und so eine höhere Sicherheit für die Kinder garantiert ist. Bisher ist Tempo 30 erlaubt. Außerdem ist geplant, an der Hauptstraße zusätzlich eine Überquerungshilfe in Höhe des Abzweigs “Am Sonnenberg” zu schaffen, damit die Kinder aus dem gegenüberliegenden Baugebiet “Hoher Esch” sicherer als bisher dorthin gelangen können. Derzeit gibt es dort weder eine Ampel noch eine Mittelinsel. Kinder und Eltern müssen sehen, wie sie mit den Pkw klarkommen.

Ansonsten sind die Planungen unverändert geblieben. Vorgesehen ist, dass die Busse von 7 bis 14 Uhr – also während der Schulzeit – die neue Haltestelle anfahren. Den Rest des Tages gibt es keinen Busverkehr. Auch dürfen in der fraglichen Zeit nur Kunden der Massagepraxis und Anlieger den Bereich “Am Sonnenberg” mit dem Pkw anfahren. Bisher parkten dort auch Lehrer. Weiterhin schlägt der Planer vor, die scharfe Kurve an der Ecke “Krümpelmann” zu entschärfen, indem die Straße ein Stück über den Rasenplatz vor der Sporthalle geführt wird. Insgesamt verspricht sich Manfred Ramm von dem Projekt eine deutliche Entzerrung der Verkehre, die sich derzeit fast komplett an der Antener Straße/Schulstraße ballen.

So weit zur technischen Seite des Vorhabens, das über den bestehenden Bebauungsplan abgewickelt werden könnte. Was die Bezahlung angeht, so hat das Land signalisiert, dass die geplante Verlegung der Bushaltestelle über das sogenannte Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) mit 75 Prozent der Baukosten förderfähig sei. Bis Mai müsse der Antrag in Hannover bei der Landesnahverkehrsgesellschaft vorliegen, das Geld könne dann 2009 fließen, erklärte Manfred Ramm. Da die restlichen 25 Prozent der Kosten die Samtgemeinde Fürstenau übernähme, müsste die Gemeinde Berge “keinen Cent dazuzahlen”.