Spieker soll Bundestagskandidat werden

14.05.2005

Spieker soll Bundestagskandidat werden
Osnabrück (ra/al)
Der CDU-Kreisvorstand Osnabrück-Land will Thomas Spieker als Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Osnabrück-Stadt vorschlagen.
In seiner nächsten Sitzung am 10. Juni wolle der Vorstand eine entsprechende Empfehlung für den Pressesprecher der CDU-Landtagsfraktion aussprechen, erklärte der Vorsitzende der Landkreis-CDU, Dr. Hans-Gert Pöttering, gegenüber der Neuen OZ: “Thomas Spieker hat in verschiedenen Stadt- und Gemeindeverbänden eine große Unterstützung. Insofern wäre seine Kandidatur genau das richtige Signal für eine personelle Erneuerung.”
Der CDU-Kreisvorsitzende in der Stadt Osnabrück, Burkhard Jasper, war gestern telefonisch nicht zu erreichen. Geschäftsführer Ingo Dauer erklärte auf Anfrage lediglich, dass die CDU-Mitglieder im Bundestagswahlkreis Osnabrück-Stadt, zu dem auch Wallenhorst, Belm, Georgsmarienhütte, Hasbergen und Hagen gehören, über den CDU-Bundestagskandidaten für die Wahl im Jahr 2006 entscheiden müssten. Grundsätzlich sei Burkhard Jasper aber “nach wie vor der Kandidat und fühle sich in der Verpflichtung”.
Bürgermeister Jasper hatte sich 2002 im Bewerbungsverfahren für den Wahlkreis Osnabrück-Stadt gegen seinen Mitbewerber Thomas Spieker aus GMHütte durchgesetzt, das Direktmandat dann aber nicht gewonnen. Während Jasper damals vom CDU-Kreisverband Osnabrück-Stadt nominiert worden war, hatte der Vorstand der Landkreis-CDU 2002 keine Empfehlung zu Gunsten von Spieker abgegeben.
Spieker selbst begrüßte am Freitag auf Anfrage eine Vorentscheidung in dieser Angelegenheit noch vor der Sommerpause als “früh und klar”. Dann müsse man abwarten, “wie sich die Kandidatenlage im Wahlkreis Osnabrück-Stadt entwickelt”. Der 35-jährige Pressesprecher der CDU-Landtagsfraktion, der mit Frau und drei Kindern derzeit in Hannover lebt, ist auch stellvertretender Vorsitzender der Landkreis-CDU.
Im Oktober vergangenen Jahres hatte sich Burkhard Jasper noch eher abwartend über eine mögliche politische Zukunft als Nachrücker in Berlin geäußert. Der selbstständige Handelsvertreter hätte befürchten müssen, als Bundestagsabgeordneter seine Geschäftsbasis zu verlieren. Er könne sich auch nicht darauf verlassen, für die Bundestagswahl 2006 als Kandidat wieder nominiert zu werden, hieß es vor sieben Monaten.