So wie im richtigen Parlamentsalltag

16.07.2010

Berlin/Fürstenau.
Vier Tage lang durfte Johannes Stein aus Fürstenau Parlamentsluft schnuppern und war zusammen mit 300 weiteren Jugendlichen aus ganz Deutschland einer Einladung des Bundestagsabgeordneten Georg Schirmbeck (CDU) gefolgt. Auf dem Programm standen neben Fraktions- und Ausschusssitzungen auch zwei Plenarsitzungen im Plenum des Deutschen Bundestages.

Als Jakob Schotter gab der Fürstenauer Johannes Stein am Rednerpult alles. Foto: Deutscher Bundestag/HJM & AMO

Doch zu Beginn des Planspiels wurde jeder Jugendliche einer fiktiven Person sowie einer fiktiven Partei – unabhängig von seiner sonstigen Parteizugehörigkeit – nach dem Zufallsprinzip zugeordnet. „Ich durfte mich mit der Biografie von Jakob Schotter, einem 57-jährigen Abgeordneten der ÖSP, anfreunden, der sich insbesondere für die Chancengleichheit von Immigranten und im sozialen Bereich engagiert“, so Johannes. Als Abgeordneter der Ökologisch-Demokratischen Partei ging es dann um Gesetzesentwürfe zum Generationenvertrag oder einem generellen Alkoholverbot für Jugendliche unter 18. Vorher standen aber auch noch fraktionsinterne Wahlen an, bei denen „Jakob Schotter“ zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden sowie zum ÖSP-Ausschussvorsitzenden des Ausschusses für Familie und Senioren gewählt wurde und somit auch in die Verhandlungen über Kompromisse mit den anderen Parteien involviert war.
 

„Da ging es richtig zur Sache, da die Regierungskoalition aus konservativer Volkspartei und Liberaler Reformpartei partout keinen einzigen Kompromiss eingehen wollte, so Johannes Stein.

In seiner Rede im Plenum des Bundestages, kurz vor Abstimmung über den im Ausschuss behandelten Gesetzentwurf, gab Johannes in seiner Rolle als „Jakob Schotter“ dann aber noch einmal alles. Genauso wie es im richtigen Alltag des Bundestages zugeht.