SG Fürstenau will sich von Klärwerken trennen

24.08.2008

Fürstenau/Bippen/Berge

Eine leichte Entscheidung war es sicher nicht: Bei zwei Gegenstimmen (CDU/FDP Gruppe einstimmig) hat der Rat der Samtgemeinde Fürstenau beschlossen, die “Aufgabe Abwasserbeseitigung im Rahmen einer kooperativen Mitgliedschaft möglichst zum 01.01.2009 auf eine öffentlich-rechtliche Körperschaft zu übertragen. Das heißt: Die Samtgemeinde veräußert ihre Kläranlagen samt Leitungsnetz. Infrage kommen dafür Unternehmen wie die Wasserverbände aus der Region. Die Grundsatzentscheidung war im Rahmen einer Sondersitzung des SGA und Samtgemeinderat nötig, da der Landkreis Osnabrück der hochverschuldeten Samtgemeinde gut 600000 Euro an Strukturhilfen in Aussicht stellt. Die Kommune muss in Gegenzug ihren Sparwillen dokumentieren und überprüfen, ob es noch Potentiale bei den Freibädern, der Feuerwehr oder dem Abwasserbetrieb gibt. Da die Samtgemeinde den Tourismus in der Region forcieren will und überdies aus sicherheitstechnischen Gründen nicht grundlegend an der Struktur des Feuerwehrwesens rütteln möchte, lief alles auf die “Übertragung” der “Aufgabe Wasserbeseitigung” hinaus.