Samtgemeinderat Fürstenau: Alle Personalentscheidungen einstimmig getroffen

04.11.2011

Fürstenau/Bippen/ Berge. Der neue Rat der Samtgemeinde Fürstenau hat in seiner konstituierenden Sitzung dort weitergemacht, wo der alte Rat aufgehört hat. Die Fraktionen zeigten den Willen zur guten Zusammenarbeit, um die Kommune weiter voranzubringen. Entsprechend diesem Vorsatz fielen alle Entscheidungen, die zuvor gut vorbereitet worden waren, einstimmig.

Die Köpfe des neuen Samtgemeinderates in Fürstenau: der erste stellvertretende Ratsvorsitzende und stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister Rudi Lühn, der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Jörg Brüwer, Fraktionsvorsitzender Benno Trütken, Samtgemeindebürgermeister Peter Selter, Fraktionsvorsitzender Friedhelm Spree und der Ratsvorsitzende Herbert Gans. Es fehlt der zweite stellvertretende Ratsvorsitzende Wilhelm Apke. Foto: Jan Ackmann

Die Köpfe des neuen Samtgemeinderates in Fürstenau: der erste stellvertretende Ratsvorsitzende und stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister Rudi Lühn, der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Jörg Brüwer, Fraktionsvorsitzender Benno Trütken, Samtgemeindebürgermeister Peter Selter, Fraktionsvorsitzender Friedhelm Spree und der Ratsvorsitzende Herbert Gans. Es fehlt der zweite stellvertretende Ratsvorsitzende Wilhelm Apke. Foto: Jan Ackmann

Nachdem Samtgemeindebürgermeister Peter Selter noch einmal die Arbeit der ausgeschiedenen Ratsmitglieder gewürdigt (Bericht folgt) und die neuen Ratsmitglieder per Handschlag verpflichtet hatte, stand die erste wichtige Entscheidung an: die Wahl des Ratsvorsitzenden, die Friedrich-Wilhelm Oldenhage als ältestes Ratsmitglied leitete. Das Amt wird Herbert Gans (CDU) für die nächsten fünf Jahre übernehmen. Er folgt damit Rudi Lühn (SPD) nach. Der übernimmt nun den ersten Stellvertreterposten. Zweiter Stellvertreter ist Wilhelm Apke aus Grafeld.

Wie der alte und neue CDU-Fraktionschef Friedhelm Spree zuvor erklärt hatte, gebe es im Rat bekanntlich eine Pattsituation – auf der einen Seite die Gruppe CDU/UWG, auf der anderen die Gruppe SPD/Grüne mit jeweils 13 Sitzen (siehe Grafik). Da aber die CDU bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen geholt habe, sei es den demokratischen Regeln entsprechend legitim, dass sie auch den Ratsvorsitzenden aus ihren Reihen vorschlage. Benno Trütken schloss sich als alter und neuer Fraktionsvorsitzender für SPD/Grüne dieser Position an. Die Wahl von Herbert Gans ging mithin einstimmig über die Bühne. Dank und Anerkennung gab es unterdessen für Rudi Lühn. Er habe sein Amt in den vergangenen fünf Jahren kompetent und überparteilich ausgefüllt, so Friedhelm Spree.

Eine weitere wichtige Personalentscheidung war die Wahl der beiden gleichberechtigten Stellvertreter des Samtgemeindebürgermeisters. Hier wählte der Rat einstimmig Rudi Lühn (SPD) und Jörg Brüwer (CDU). Sie werden in Zukunft die repräsentativen Aufgaben in der Kommune zusammen mit Peter Selter übernehmen.

Geregelt sind auch Fragen rund um die Bildung der Ausschüsse. So wird es künftig nur noch vier statt sechs dieser Gremien geben – den Schulausschuss, den Ausschuss für Planen, Bauen, Umwelt und Brandschutz, den Ausschuss für Ordnung, Familie und Kultur sowie den Ausschuss für Finanzen und Wirtschaftsförderung. In jeweils zwei Ausschüssen übernehmen Vertreter der CDU-UWG-Gruppe und die SPD-Grünen-Gruppe den Vorsitz (siehe Infokasten). Der Samtgemeinderat will damit seine Arbeit effektiver gestalten.

Darüber hinaus gibt es den Samtgemeindeausschuss, wo alle wichtigen Entscheidungen vorbereitet werden. Dieses Gremium wird künftig aus acht Ratsmitgliedern sowie dem Samtgemeindebürgermeister bestehen.

Die Schlussworte hielt schließlich der neue Ratsvorsitzende Herbert Gans, der sich zuvor bereits für das ihm entgegengebracht Vertrauen bei den Ratsmitglieder bedankt hatte. Er gab richtungsweisend die Devise für die Ratsarbeit der nächsten fünf Jahre aus. „Wer aufgehört hat, besser zu werden, der hat aufgehört, gut zu sein.“

Bevor es dann zu einem gemeinsamen Essen in Antjes Lounge auf dem Gelände des Ferien- und Freizeitparkes ging, hatte Peter Selter noch eine positive Mitteilung parat: Das Torhaus wird in der Weihnachtszeit wieder geöffnet. Ein Paar aus Meppen wird dort ein neues gastronomisches Angebot anbieten. Kurzum: Die neue Ratsperiode hat für die Samtgemeinde Fürstenau durchaus gut begonnen.