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Räume für geplantes Multifunktionshaus in Fürstenau gefunden

21.12.2021

NOZ von Jürgen Ackmann

Fürstenau. Die Pläne für ein Multifunktionshaus in Fürstenau werden konkreter. Inzwischen hat das eigens dafür gegründete Konsortium geeignete Räume an der Großen Straße gefunden. Auch finanziell ist das Projekt auf gutem Weg.

Die Räume befinden sich an der Großen Straße 35 bis 37 – im ehemaligen Schröder-Haus, dort, wo es früher einen Landhandel gab. Dort befindet sich eine Scheune, die zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren angemietet wird. Der Eigentümer wird die Räume dort sanieren, sobald die Baugenehmigung vom Landkreis vorliegt. 

Das Multifunktionshaus – das Projekt ist erstmals im September 2020 öffentlich vorgestellt worden – soll zu einem Marktplatz für private und gewerbliche Anbieter von selbst hergestellten Produkten werden, wie Manuela Nestroy, Mitglied des Konsortiums, in der jüngsten Sitzung des Stadtrates erklärte. Weiterhin sei vorgesehen, dort einen Stützpunkt für das Tourismus-Informationsbüro einzurichten. Unter anderem sei der Verleih von E-Bikes in Zusammenarbeit mit der Hasetal-Touristik geplant. 

Auch für Start-up-Firmen

Auch solle das Multifunktionshaus Platz für Start-up-Unternehmen bieten, die dort ihre Marktfähigkeit überprüfen könnten, erklärte sie weiter. Darüber hinaus sei es erwünscht, dass sich dort ortsansässige Dienstleister, Einzelhändler und Vereine präsentierten. Weiterhin denkbar: Lesungen, Vorträge oder Schulungen. Schließlich sei ein Repair-Café geplant, so Manuela Nestroy.

Träger des Projektes ist die Stadt Fürstenau. Dem sechsköpfigen Konsortium gehören neben Manuela Nestroy als Sprecherin zudem Thomas Wagener als Geschäftsführer des Stadtmarketing-Vereins, Niels Schockemöhle als Wirtschaftsförderer der Stadt, Gregor Wagemester als Vertreter der Werbegemeinschaft sowie Simone Knocke für die Gruppe SPD/Grüne/FDP und Johannes Selter für die CDU-Fraktion an. Derzeit ist das Konsortium mit 40 potenziellen Anbietern im Gespräch, die das Multifunktionshaus mit Leben füllen soll.

80.000 Euro für die Erstausstattung geplant

Geld für die Erstausstattung könnte über das Förderprogramm “Attraktive Innenstadt” fließen. Dort ist die Samtgemeinde Fürstenau im September 2021 aufgenommen worden und erhält ein Budget von 345.000 Euro für Einzelvorhaben, das sie nun an die Stadt weitergegeben hat. Ein Einzelvorhaben soll das Multifunktionshaus sein. Dafür wird die Stadt nun eine Förderung über 80.000 Euro für die Erstausstattung der Räume beantragen – angefangen von einer Teeküche über Büroräume bis hin zu einem Kassentresen. Ein entsprechender Beschluss ist einstimmig in der jüngsten Ratssitzung gefallen. Der Antrag muss bis spätestens 31. März 2022 vorliegen.