Probleme in der IGS-Halle nehmen kein Ende – Erfolgsgeschichte Hansetage – Als ein Blech von der Decke fiel

16.12.2010

BKB vom 15.12.2010

ja Fürstenau. Klarer Fall: Das Negativ-Thema in Fürstenau war in diesem Jahr der bauliche Zustand der neuen IGS-Sporthalle. Hier gab es sehr viel zu monieren. Die Positiv-Themen waren die Hansetage und die Musicalaufführung „Emily“. Beide Ereignisse brachten den Fürstenauern viel Lob ein. Ebenfalls immer wieder diskutiert – der Ferien- und Freizeitpark auf dem Gelände der ehemaligen Pommernkaserne.

Zur IGS-Sporthalle: Es gab wohl schon lange kein öffentliches Gebäude mehr in der Region, dass so viele negative Schlagzeilen und so viel Unmut produziert hat. Zu den Problemen mit dem Aufbau einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Sporthalle im vergangenen Jahr und zahlreichen Baumängeln im Gebäude selbst gesellte sich in diesem Jahr zunächst ein Akustik-Problem. Nachdem sich Schüler und Lehrer nach den Sommerferien wegen der zu großen Lautstärke weigerten, in dem Gebäude weiter Sport zu treiben, folgte das Versprechen der Verantwortlichen beim Landkreis und der Firma Züblin, schalldämmende Elemente nachzurüsten. Kaum war dieses Thema ausdiskutiert, da fiel ein schweres, scharfkantiges Blech von der Decke, während sich eine Kindergruppe in der Halle befand. Es folgte eine Prüfung aller befestigten Elemente. Ob von nun an die negativen Überraschungen ausbleiben? Das kann wohl derzeit niemand sagen.

Zu den Hansetagen: So wie die IGS-Halle nicht das gehalten hat, was sie versprach, so haben die Hansetage die Erwartungen übertroffen. Fürstenau hatte die Gelegenheit, sich im Kreis von 38 weiteren Städten des westfälischen Hansebundes zu präsentieren und nutzte diese Chance mit „märchenhaften Tagen“. Die Gäste waren begeistert, die Organisatoren um Anja Meyer mehr als zufrieden. Fürstenau machte Werbung im besten Sinne für sich. Möglich war dies nur, weil fast alle Vereine und Institutionen der Stadt an einem Strang zogen. Sie ermöglichten den Erfolg.

Zu „Emily“: Auch mit dem international angelegten Musical-Projekt der IGS kann sich die Stadt Fürstenau schmücken. Was die Schüler hier unter der Regie der Ideengeber Volker Wohlgemuth und Frank Pampel auf die Beine stellten, war einmalig. Junge Leute aus vier Nationen – Finnland, Polen, Türkei und eben Deutschland –waren an den Aufführungen in den jeweiligen Ländern beteiligt. Sie werden noch in vielen Jahren von dieser die Völker verbindenden Aktion erzählen.

Zum Freizeitpark: Die Fürstenauer warten darauf, dass es weitergeht. Immerhin: Das Projekt hat jetzt einen Namen – „Fürsten Forest“. Auch wird in diesem Jahr noch der Umbau des Offiziersheimes zu einem gastronomischen Betrieb abgeschlossen. Ein Zeltplatz ist eingerichtet, eine Strecke für Geländewagen ebenfalls. Zudem hat der Stadtrat für weitere Projekte – Stichwort Goldanlage – die Bebauungspläne abgesegnet. Das hat viel Zeit beansprucht. Nun aber sind die niederländischen Investoren am Zug.