Politbarometer vom 26. August 2005

26.08.2005

Politbarometer vom 26. August 2005
Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die SPD auf 30 Prozent (+1), die Union läge unverändert bei 43 Prozent. Die Grünen kämen auf acht Prozent (-1), die FDP und die Linke.PDS blieben unverändert ebenfalls auf acht Prozent.
Bei der politischen Stimmung vor der Bundestagswahl 2002 lag die damalige rot-grüne Regierung im Juli zwar noch deutlich hinter der Opposition, Ende August hatte Rot-Grün jedoch schon einen deutlichen Vorsprung vor Schwarz-Gelb.
Die politische Stimmung vor der Bundestagswahl im September zeigt jedoch, dass der Aufholprozess der Bundesregierung bis jetzt nicht begonnen hat. Es liegen 13 Prozentpunkte zwischen dem rot-grünen und dem schwarz-gelben Lager.
Bei der Frage, ob die rot-grüne Koalition eine eigenständige Mehrheit schaffen kann, gehen knapp 74 Prozent der Befragten davon aus, dass dies nicht der Fall ist. Auch aus den Reihen von Rot-Grün selbst gehen jeweils 30 Prozent nicht davon aus.
Nur 63 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Wahlentscheidung schon sicher ist, 29 Prozent haben sich noch nicht endgültig entschieden. Der Anteil der Nichtwähler liegt bei acht Prozent.
Vor der Bundestagswahl 2002 hatte Gerhard Schröder bei der Kanzlerfrage einen deutlicheren Vorsprung vor seinem damaligen Herausforderer Edmund Stoiber als vor seiner jetzigen Herausforderin Angela Merkel.
Eine kompetentere Steuerpolitik sehen 24 Prozent der Befragten bei der SPD und 34 Prozent bei der CDU/CSU. 14 Prozent trauen keiner Partei eine Steuerpolitik in ihrem Sinne zu, 18 Prozent beantworten diese Frage mit “weiß nicht”.
Auf der Beliebtheitsskala der Spitzenpolitiker hat sich an der Reihenfolge im Vergleich zur vergangenen Woche nichts verändert. Wulff führt weiterhin vor Merkel und Fischer, auf den Plätzen vier und fünf folgen Schröder und Müntefering. Im Minusbereich liegt Koch vor Westerwelle und Stoiber, den Schluss bilden auch diese Woche wieder Gysi und Lafontaine.
Quelle: ZDF