Politbarometer vom 19. August 2005

19.08.2005

Union legt zu, Linkspartei.PDS verliert
Wenn schon am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, kämen längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie taktische Überlegungen der Wähler etwas stärker zur Geltung. Dies berücksichtigt die Politbarometer-Projektion:

Die SPD käme danach unverändert auf 29 Prozent, die CDU/CSU auf 43 Prozent (+1), die Grünen blieben bei neun Prozent und die FDP bei acht Prozent, die Linkspartei.PDS erhielte acht Prozent (-1). Die sonstigen Parteien zusammen erreichten konstant drei Prozent. Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und FDP weiter eine Mehrheit im Bundestag.
Kanzlerfrage wieder etwas offener

In der Kanzlerfrage kann die Herausforderin weiter aufholen, nach 41 Prozent in der letzten Umfrage wünschen sich jetzt 43 Prozent Angela Merkel als Kanzlerin, 47 Prozent bevorzugen Gerhard Schröder als Bundeskanzler (Aug. II: 48 Prozent). Wie im April (72 Prozent) ist auch jetzt wieder eine klare Mehrheit (72 Prozent) der Meinung, dass der Kanzler nicht auf den vollen Rückhalt seiner Partei bauen kann, nur 22 Prozent (April 21 Prozent) sehen die SPD geschlossen hinter Gerhard Schröder.

Bei der Bewertung der zehn wichtigsten Politiker nimmt Christian Wulff weiter Platz eins ein. Auf der +5/-5-Skala kommt er auf einen Durchschnittswert von 1,6 (Aug. II: 1,5). Es folgen mit jeweils 0,8 Angela Merkel (Aug. II: 0,7) und Joschka Fischer (Aug. II: 0,9), vor Gerhard Schröder mit 0,5 (Aug. II: 0,8).
Quelle: ZDF