Oberschule am Sonnenberg – Ein neuer Name für die Haupt- und Realschule in Berge

04.06.2012

NOZ 04.06.2012

Berge. Eine neue Schulform, ein neuer Name: An der Haupt- und Realschule in Berge wird sich zum nächsten Schuljahr vieles ändern. Was bleibt: ein engagiertes Kollegium und der Wille, jeden Schüler so gut wie möglich auf das Berufsleben vorzubereiten.

So könne das neue Logo der Schule aussehen, das hier von Samtgemeindebürgermeister Peter Selter, den Schülersprechern Alexandra Jäger und Hanne Hardebeck, Gerd Beckmann und Doris Niggemann von der Schulleitung sowie Hermann Schnieders vom Betriebsrat vorgestellt wird. Noch muss der Samtgemeinderat zustimmen.Foto: Michael Wichmann

So könne das neue Logo der Schule aussehen, das hier von Samtgemeindebürgermeister Peter Selter, den Schülersprechern Alexandra Jäger und Hanne Hardebeck, Gerd Beckmann und Doris Niggemann von der Schulleitung sowie Hermann Schnieders vom Betriebsrat vorgestellt wird. Noch muss der Samtgemeinderat zustimmen.Foto: Michael Wichmann

Zum neuen Namen: Die Haupt- und Realschule soll künftig „Oberschule am Sonnenberg“ heißen. Der Schulvorstand hat sich bereits für diese Variante ausgesprochen, der Samtgemeindeausschuss ebenfalls. Nun muss noch am 12. Juli der Rat der Samtgemeinde Fürstenau abstimmen. Sollte auch er für den Namen votieren, wäre die Angelegenheit amtlich.

Bisher hat es nur positive Reaktionen gegeben. Der Name „Oberschule am Sonnenberg“ wirke sympathisch und einladend, so Samtgemeindebürgermeister Peter Selter. Schulleiter Gerd Beckmann betont, dass sich der Name vom Standort ableite. Die Schule liege am Sonnenberg. Da sei es naheliegend gewesen, einen entsprechenden Namen zu wählen. Die Schule mit einer Person zu verbinden sei indes immer schwierig, wie die Diskussionen in der Vergangenheit in anderen Kommunen gezeigt hätten. „Wir sind froh, dass bisher alles so reibungslos verlaufen ist“, so Gerd Beckmann.

Zur Schulform: Ebenfalls in guten Bahnen verlaufen die Vorbereitungen für die Umwandlung der Haupt- und Realschule in eine Oberschule. Eine Planungsgruppe mit Lehrern, Eltern- und Schülervertretern hat intensiv getagt, das Kollegium hat sich ebenfalls eingehend vorbereitet, sich fortgebildet, hospitiert und informiert. „Wir freuen uns jetzt auf den Start der Oberschule“, sagt Gerd Beckmann. Die Schule sei bereit für die künftigen Fünftklässler.

Ganz neu wird das pädagogische Konzept der Oberschule für die Berger nicht sein. Eine Haupt- und Realschule unter einem Schuldach gibt es in der Gemeinde bereits seit 33 Jahren – so lange wie an keinem anderen Ort in Niedersachsen. Auch bisher schon sind Schüler der Haupt- und Realschule in Arbeitsgemeinschaften oder Wahlpflichtkursen gemeinsam unterrichtet worden.

Und wo ist nun der Unterschied? Wenn jetzt nach den Sommerferien der Schritt vom sogenannten „verbundenen“ zum „integrativen System“ vollzogen wird – also aus der Haupt- und Realschule die Oberschule wird –, dann wird sich zumindest in der fünften Klasse der gemeinsame Unterricht von Haupt- und Realschülern nicht nur auf Wahlpflichtkurse oder Arbeitsgemeinschaften beschränken. Dann gibt es auch in den regulären Fächern gemeinsamen Unterricht. Später folgen sogenannte Differenzierungen, und zwar in Deutsch, Mathe und Englisch.

Gerd Beckmann sieht im gemeinsamen Unterricht viele Vorteile. Durch das Miteinander erhielten beispielsweise leistungsschwächere Schüler positive Impulse, die beim Lernen helfen könnten. Die Vorbilder wiederum könnten durch die Begleitung von schwächeren Schülern ihre soziale Kompetenz ausbauen. Sie würden natürlich auch selbst viel lernen. Wer informieren wolle, müsse schließlich erst einmal informiert sein. Zugleich gebe es für leistungsstarke Schüler einen „binnendifferenzierten Unterricht“, wie der Schulleiter betont. Den gebe es zwar auch jetzt schon, aber er werde noch einmal ausgebaut.

Noch Zukunftsmusik ist die zusätzliche Einführung einer Ganztagsschule. Sie ist zum 1. August 2013 geplant. Ob ein offenes oder ein teilgebundenes Konzept zum Tragen kommt, muss sich in den anstehenden Diskussionen zeigen. Unter anderem sind Infoabende mit Eltern und der Samtgemeinde Fürstenau als Schulträger geplant, wie Gerd Beckmann und Peter Selter erklären. Auch der mögliche Bau einer Mensa steht zur Debatte.