Nun hat die Jugend ein Parlament

18.03.2010

ja Fürstenau/Bippen/ Berge.
Der Entscheidung waren bis zuletzt viele Diskussionen vorausgegangen, die sich beispielsweise um Fragen des Wahlalters oder der Organisation von Wahlen in Fürstenau, Bippen und Berge drehten (wir berichteten). Immer an den Debatten beteiligt war die Jugend, die einige konkrete Vorschläge einbrachte, die schließlich auch ihren Niederschlag im Parlamentskonzept fanden.

„Wir werden alles so umsetzen, wie die Jugendlichen es sich wünschten“, hatte Benno Trütken noch einmal für die SPD und für die Grünen betont, bevor es zur Abstimmung ging. Zwar sei er persönlich mit der Festsetzung des Wahlalters von 15 bis 22 Jahren nicht ganz glücklich, doch müsse der entsprechende Wunsch der jungen Leute akzeptiert werden. Friedhelm Spree erklärte unterdessen, dass sich CDU und FDP von dem Vorhaben eine „nachhaltige Interessenvertretung“ erhofften, die über befristete Projektarbeit hinausgehe. Dies sei wichtig für eine gute Verzahnung von Jugend- und Kommunalparlament. Nachdem auch das noch angemerkt war, hoben alle Ratsfrauen und -herren die Hand und machten damit den Weg frei für die Jugend.

Das Konzept sieht vor, dass die ersten Wahlen für das Jugendparlament am 17. September in den Schulen der Samtgemeinde über die Bühne gehen. Zusätzlich wird am 18. September – ein Samstag – in jedem der drei Wahlbezirke ein Wahllokal aufgebaut. Das Jugendparlament wird sich aus 15 Mitgliedern zusammensetzen. Davon sollen vier aus Berge kommen, vier aus Bippen und sieben aus Fürstenau. Die Amtszeit des Gremiums beträgt zwei Jahre. Scheidet ein Mitglied während der Amtszeit aus, wird entsprechend der Nachrückerliste der Sitz neu besetzt. Die Jugendlichen auf dieser Liste sind ansonsten Berater ohne Stimmrecht.