Nun geht es ums Detail – Rahmenplan für Sanierung der Fürstenauer Innenstadt zugestimmt

20.12.2017

NOZ

Fürstenau. Mit der Sanierung der Fürstenauer Innenstadt geht es weiter voran. Der Rat stimmte in seiner jüngsten Sitzung dem Entwurf für die städtebauliche Rahmenplanung zu. Sie ist Grundlage für alle weiteren Entscheidungen, lässt aber Spielraum für Änderungen.

Die Vertreter der Stadt haben sich in diesem Jahr immer wieder mit dem Rahmenplan beschäftigt. So ging am 17. Juni ein Workshop mit vielen Fürstenauer Bürgern über die Bühne, um Vorschläge zu sammeln. Die arbeitete das Ingenieurbüro IPW aus Wallenhorst so weit wie möglich in den Rahmenplan ein. Den daraus resultierenden Vorentwurf präsentierte die Stadt in einer Infoveranstaltung am 18. Oktober. Zudem konnten und können sich alle Bürger auf der Homepage der Samtgemeinde Fürstenau über die Inhalte informieren. Auch der zuständige Fachausschuss beschäftigte sich mit dem Thema.
Rahmenplan um zwei Punkte ergänzt

Nun also stimmte der Rat unisono dem Rahmenplan zu, und zwar ergänzt um zwei Punkte. Zum einen will die Stadt den Rahmenplan – auch auf Wunsch der Werbegemeinschaft – um ein Entwicklungskonzept für den Einzelhandel ergänzen. Zum anderen will die Kommune Arbeitsgruppen für die weiteren Beratungen bilden, zumal mit dem Rahmenplan längst nicht alle Planungsschritte abgeschlossen sind. Das machten auch die Sprecher der Gruppen CDU/FDP und SPD/Grüne, Johannes Selker und Matthias Wübbel, deutlich. Es handele sich bei der Sanierung der Innenstadt um einen lange währenden Prozess, für den nun die grundsätzlichen Rahmenbedingungen gesetzt worden seien, erklärte Johannes Selker. Im weiteren Verlauf seien jederzeit Änderungen und Ergänzungen möglich. Matthias Wübbel ergänzte, dass die Planungen auch künftig nicht im stillen Kämmerlein stattfinden würden. Es gebe noch viele offene Fragen, die intensiv diskutiert werden müssten. Das machte auch Stadtdirektor Benno Trütken deutlich.
Kritik vom Bürgermeister

Auch Bürgermeister Herbert Gans ging in seinem Jahresrückblick auf die Innenstadtsanierung ein. Sie nehme langsam Fahrt auf, die Bürger hätten viele Ideen entwickelt und Möglichkeiten erarbeitet, um die Innenstadt vor allem lebenswert zu gestalten. Das sei aber nicht immer einfach – vor allem dann nicht, wenn einige entscheidende Mitgestalter nur ihre persönlichen Vorteile sähen und nicht an das Gemeinwohl dächten. Die liebe er, genauso wie Personen, die zwar nicht an den Workshops teilgenommen hätten, aber nach den Veröffentlichungen in der Presse drei Tage später mit Vorschlägen aus dem Versteck gekommen seien, wie alles hätte besser gemacht werden können. Gleichwie: Die Sanierung der Innenstadt sei in den nächsten Jahren die Hauptaufgabe.