Noch geht Pumpwerken bei Störung ein Licht auf

05.11.2005

Noch geht Pumpwerken bei Störung ein Licht auf
Fürstenau (kj)
Die Methode mutet leicht skurril an: Den Pumpwerken in der Samtgemeinde Fürstenau geht gewissermaßen ein Licht auf, wenn etwas schief läuft. Denn jede Station ist mit einem Lämpchen bestückt. Fängt es an zu blinken, melden Anwohner aus der Nachbarschaft die Störung an den zentralen EDV-Anschluss in Fürstenau.
“Das hat bislang seinen Zweck erfüllt”, sagt Monika Kolosser, die Leiterin des Fachdiensts Planen und Bauen in der Samtgemeinde. “Aber es kann ja auch mal sein, dass ein Nachbar krank oder nicht zu Hause ist.”
Und deshalb hat der Werksausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag eine neue Variante besprochen: 21 der 28 Pumpwerke sollen zur Übermittlung von Störmeldungen an die EDV-Zentrale angedockt werden. Kolosser stellt zugleich klar, dass schon jetzt die Haupt-Pumpstationen “täglich angefahren und kontrolliert werden”. Aufgabe der Pumpwerke ist es, Abwässer zu den Kläranlagen in Fürstenau, Berge oder Ohrtermersch zu befördern.
Die EDV-Lösung muss sich die Samtgemeinde allerdings etwas kosten lassen. Erste Schätzungen gehen von rund 163000 Euro aus. Der Werksausschuss plädiert für die Umsetzung des Vorschlags, empfiehlt zugleich aber eine weiterführende Beratung in den Fraktionen sowie anschließend im Finanz- und Samtgemeindeausschuss.
Auf den Nägeln brennt Politik und Verwaltung überdies, schnellstmöglich für garantiert freien Fluss in der Druckrohrleitung von Bippen nach Berge zu sorgen. Im März dieses Jahres war die Leitung komplett blockiert. Ursache war vermutlich ein zu geringer Pumpendruck auf das durchfließende Wasser. Mitarbeiter hatten zunächst Schwierigkeiten, überhaupt die üble Stelle zu orten. Zu allem Unglück platzte dann bei einer Spülung auch noch das Rohr. Die Folge waren nicht nur Kosten von 10000 Euro. “Wir mussten die Abwässer tagelang zur Kläranlage fahren”, sagt Kolosser.
Ein Ingenieurbüro aus Osnabrück schlägt Folgendes vor: Die Bippener Pumpstation erhält zwei neue Pumpen mit höherer Druckleistung. Zusätzlich wird im Leitungssystem ein Be- und Entlüftungsventil eingebaut. Das Vorhaben kostet rund 25000 Euro. Die Fraktionen werden diesen Vorschlag beraten.
Etwas ändern muss sich auch in der aus vier Leichenkammern bestehenden Friedhofskapelle. Denn in jeder Kammer ist zwar ein Klimagerät, nicht aber eine Luftentfeuchtung installiert. Die Folge: Ist es sehr warm, entwickelt sich in den Räumen Schimmel. Wand und Decke sollen deshalb gedämmt, transportable Raumluftentfeuchter aufgestellt werden. Die Maßnahme würde etwa 16000 Euro kosten.
Diskutiert wurde auch über den Etatentwurf des Eigenbetriebs, der bekanntlich für Schmutz- und Regenwasser sowie Bestattungswesen und Straßenreinigung zuständig ist. Derzeit ist im Haushalt von je 2,5 Millionen Euro auf der Einnahmen- und Ausgabenseite auszugehen.