Neues Konzept für Busbahnhof an der IGS Fürstenau

12.11.2017

mihe Fürstenau. Die Samtgemeinde Fürstenau sucht ein neues Gesamtkonzept für den Busbahnhof an der Integrierten Gesamtschule (IGS). Angebote für die Planungsleistungen liegen bereits vor.

Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken berichtete am Dienstag in der Sitzung des Familien- und Bildungsausschusses der Samtgemeinde Fürstenau über das Vorhaben und informierte über den aktuellen Planungsstand. Der Busbahnhof gilt als Verkehrsknotenpunkt. Sechs Linien mit 70 bis 80 Bussen fahren den Busbahnhof an der IGS pro Tag an. Rund 1000 Schüler nutzen diese Buslinien.

Die Bushaltestelle am Schulzentrum wird derzeit von Schülern der IGS sowie der Grundschule genutzt. Hinzu komme eine Verkehrsbelastung durch die neu geplante Kindertagesstätte am Gültum, die demnächst gebaut wird. Eine Sanierung des Geländes solle langfristig zu einer besseren Abwicklung der Verkehrsströme führen, wie Samtgemeindebürgermeister Trütken in der Sitzung erklärte.

„Tatsache ist, dass der Busbahnhof sanierungsbedürftig ist“, sagte Elisabeth Moormann, allgemeine Vertreterin des Samtgemeindebürgermeisters, auf Anfrage. Der Busbahnhof könne in der bisherigen Form nicht bestehen bleiben, da die Haltestelle nicht genügend Platz für die vielen Busse biete.

In einem ersten Schritt hat die Samtgemeinde nun bei drei Planungsbüros Angebote für die Planungsleistung eingeholt. In der Sitzung des Samtgemeindeausschusses am Donnerstag, 23. November, soll entschieden werden, welches Angebot den Zuschlag erhält. Die Mitglieder des Familien- und Bildungsausschusses waren sich jedenfalls einig, dass am Busbahnhof Handlungsbedarf besteht. Eine mögliche Umsetzung erfolge nach Auskunft von Elisabeth Moormann frühestens ab 2019.

Für die Planungskosten stehen aus dem Haushalt 2016 noch 10000 Euro zur Verfügung. Für das Haushaltsjahr 2017 konnten laut Beschlussvorschlag weitere 50000 Euro eingeplant werden. Die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) hat der Samtgemeinde bereits ihre Unterstützung bei der Planung und Umsetzung des Vorhabens zugesagt. Dabei weist die Planos darauf hin, dass ein barrierefreier Ausbau der Bushaltestellen und Busbahnhöfe im Landkreis Osnabrück ein wichtiges Ziel sei. Auch seien Infrastrukturmaßnahmen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) grundsätzlich förderfähig. Die Koordinierung und Bewilligung der Fördermittel übernehme die Landesnahverkehrsgesellschaft. Die Förderquote liegt bei 73 Prozent. Durch diverse Randprojekte könne man die Förderquote erhöhen, wie Trütken erklärte, da der Busbahnhof am Schulzentrum auch ein zentraler Busbahnhof für die Stadt Fürstenau sei. Dazu zähle auch eine Sanierung mit Blick auf die Barrierefreiheit. Diese sei auch der Samtgemeinde ein wichtiges Anliegen. Weitere Zuschussmöglichkeiten könnten in Betracht gezogen werden, sagte der Samtgemeindebürgermeister.

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