Neue Jugendpflegerin – Sabrina Rolf verstärkt die Jugendarbeit in der Samtgemeinde Fürstenau

24.02.2012

NOZ 24.02.2012

Fürstenau/Bippen/Berge. Sabrina Rolf ist neue Jugendpflegerin in der Samtgemeinde Fürstenau. Seit 1. Januar kümmert sich die 27-jährige Osnabrückerin gemeinsam mit Jugendpfleger Alfons-Julius Bruns um die Anliegen der Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 24 Jahren.

„Hi, ich bin Sabrina.“ Ohne Schnörkel geht die staatlich anerkannte Erzieherin, die an der Universität Lüneburg ein berufsbegleitendes Studium absolviert, auf die jungen Besucher zu – im Jugendtreff in der 1912-Schule oder auf der Straße, vornehmlich in der Stadt Fürstenau. Die unkomplizierte und direkte Art der Jugendpflegerin kommt an, das erste Gespräch ist schließlich die beste Basis fürs Kennenlernen und spätere Kontakte.

Doch bevor Sabrina Rolf der Jugendarbeit neue Impulse verleiht und neue Projekte anschiebt, ist sie viel unterwegs. Seit Januar hat die Osnabrückerin eine Vielzahl von Gesprächen geführt und sich vorgestellt: in der Integrierten Gesamtschule Fürstenau, auf dem Kuhlhoff in Bippen, im Familienzentrum Pusteblume in Berge und weiteren Initiativen, mit denen Jugendliche in Kontakt kommen.

„Ich bin erst einmal durch die Gegend spaziert“, sagt sie und lächelt. Unter anderem hat Rolf die Plätze besucht, an denen sich Jugendliche gerne treffen. „Um abzuhängen oder zu chillen“, so die Jugendpflegerin. Solche Treffpunkte an sich seien zunächst nichts Schlimmes „und nichts, wogegen man aktiv werden muss“. Problematisch werde es dann, „wenn Jugendliche sich nicht an gesellschaftliche Spielregeln halten“. Wenn also nach den Treffen haufenweise Müll zurückbleibt. Dann werde sie sicher auch die Rolle des Mahners einnehmen, sagt die Osnabrückerin, „eben ständig Präsenz zeigen“.

Hier ist ihr Arbeitsplatz: Im Jugend- und Kulturzentrum 1912-Schule in Fürstenau hat Jugendpflegerin Sabrina Rolf ihr Büro. Seit 1. Januar verstärkt die 27-Jährige die Jugendpflege in der Samtgemeinde Fürstenau. Foto: Christian Geers

Hier ist ihr Arbeitsplatz: Im Jugend- und Kulturzentrum 1912-Schule in Fürstenau hat Jugendpflegerin Sabrina Rolf ihr Büro. Seit 1. Januar verstärkt die 27-Jährige die Jugendpflege in der Samtgemeinde Fürstenau. Foto: Christian Geers

Erfahrungen, wie ein Zugang zu Jugendlichen gelingen kann, hat sie reichlich. Rolf hat von 2007 bis Ende 2011 beim Verein Pro Belmer Jugend als Niko-Fachkraft in der offenen Jugendarbeit gearbeitet. Das Modellprojekt des Landes Niedersachsen lief Ende 2011 aus. Vorher hatte sie schon die Stellenausschreibung der Samtgemeinde Fürstenau in der Tageszeitung entdeckt. „Denn die Jugendarbeit liegt mir. Da erlebe ich jeden Tag etwas Neues.“

Neue Angebote für Jugendliche will Sabrina Rolf in nächster Zeit schaffen. Nicht Hals über Kopf, sondern nach Bedarf und Bedürfnissen. Nachdem sie ihr Büro im ersten Stock der 1912-Schule in der Bahnhofstraße bezogen hatte, initiierte sie eine Umgestaltung des Jugendtreffs: Der ist nun im ersten Stock zu finden, während der Fitnessraum in den Keller umzog. „Der Treff muss jetzt noch gemütlicher werden“, sagt Rolf. Gemeinsam mit den Jugendlichen sucht sie nun ausrangierte Sofas und anderes Mobiliar. Mithilfe und Spenden seien gerne gesehen. Auch die Angebote des Jugendtreffs will Sabrina stärker als bisher bekannt machen. Und eine neue Internetseite steht kurz vor der Freigabe.

Vieles ist in Fürstenau bereits vorhanden: Dienstags bis donnerstags ist der Jugendtreff von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Sportlich geht es dann zu mit Taekwondo, Basketball und Breakdance. Ab März soll ein Hip-Hop-Angebot hinzukommen. „Wichtig ist, dass wir für die Jugendlichen planen“, so die Jugendpflegerin. Dazu könnten auch Veranstaltungen am Wochenende gehören. „Niederschwellig“ sollen die Angebote sein.

Neben der Leitung des Jugendtreffs kommt eine Fülle weitere Aufgaben auf die neue Jugendpflegerin zu: Sie wird künftig den Stadtjugendring Fürstenau begleiten und mithelfen, das Ehrenamt in der Samtgemeinde zu stärken. Sie soll ein Netzwerk zwischen Jugendhilfe, Beratungsstellen, Kommune und Schulen knüpfen, damit Kindern und Jugendlichen bei Bedarf schnell geholfen werden kann.

Nicht zuletzt vertritt Sabrina Rolf die Interessen der Kinder- und Jugendarbeit in den Gremien der Samtgemeinde Fürstenau. Zur Seite steht ihr Jugendpfleger Alfons-Julius Bruns, der bereits die Grundlagen für die Jugendarbeit in der Samtgemeinde Fürstenau geschaffen hat und längst ein bekanntes Gesicht bei den Jugendlichen ist.

Und was fällt der Osnabrückerin zu ihrem Arbeitsplatz mitten im Ländlichen ein? „Damit habe ich überhaupt kein Problem. So groß sind die Unterschiede zwischen den Jugendlichen gar nicht“, sagt Sabrina Rolf.

Kontakt/Informationen: Sabrina Rolf, Jugendtreff im Jugend- und Kulturzentrum 1912-Schule, Fürstenau, Telefon 05901/7936, E-Mail:jugendfreff-fuerstenau@web.de