Nächste Woche herrscht Klarheit

25.03.2006

Nächste Woche herrscht Klarheit
ja FüRSTENAU.
Am Dienstag ist es so weit: Eine Delegation der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) aus Oldenburg will nach Fürstenau kommen. Nach dem Besuch soll klar sein, wie die BImA die Pommernkaserne in Fürstenau bewertet und mögliche Nachnutzungen einstuft.
Die Bewertung der BImA ist die wesentliche Grundlage für alle infrage kommenden Nachnutzungen. Erst wenn klar sei, welchen Preis der Eigentümer für seine Immobilie erzielen wolle, könne eingeschätzt werden, welche Nachnutzungen tatsächlich infrage kämen, betonten Stadtdirektor Helmut Kamlage und der Allgemeinde Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, Peter Selter, der in der Stadt Fürstenau den “Runden Tisch Konversion” geschäftsführend begleitet.
Welche Aufgabe hat sich der “Runde Tisch” gesetzt? “Es geht neben einer Begleitung der Planung darum, alle Möglichkeiten einer Nachnutzung zu durchdenken”, erklärt Selter. Neben dem Landkreis, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land (Wigos), der Bundeswehr selbst, der Regierungsvertretung in Oldenburg und der BImA hätten auch politische Vertreter der Stadt und der Samtgemeinde Fürstenau am “Runden Tisch” einen Sitz. Bei Bedarf würden weitere Akteure hinzugebeten.
Die Möglichkeiten, die die Bundesanstalt bei der Vermarktung des Fürstenauer Bundeswehrgeländes hat, reichen von der umfassenden Investitionen, um die Liegenschaft für Investoren interessant zu machen, bis hin zum schlichten Schalten einer Anzeige in der Tageszeitung. Allerdings ist beim ersten “Runden Tisch” im September bereits eines klar geworden: Der Bund möchte einen möglichst großen Gewinn erzielen und auf keinen Fall Verluste machen. Anders ausgedrückt: Im großen Stil wird nur investiert, wenn die Immobilie anschließend auch ein entsprechend großes Vermarktungspotenzial hat.
Wenn die Bewertung der BImA am nächsten Dienstag vorliegt, wird nach den Osterferien der nächste “Runde Tisch” zusammengerufen. “Dann herrscht endlich Klarheit”, hofft Peter Selter. Mit dem Landkreis an der Seite der Stadt Fürstenau bestehe eine reelle Chance für eine gute Zukunft der heutigen Kaserne. Dabei dürfe aber keinesfalls der Bund aus seiner Verpflichtung als Eigentümer entlassen werden. Zudem müsse der Strukturausgleich eingefordert werden, zu dem Bund und Land ebenfalls verpflichtet seien, betont Peter Selter.