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14.02.2022

Neues Gebäude, neues Konzept – Aus dem Gasthof Triphaus in Fürstenau wird „Das Waidmanns“

Bewegung in der Gastronomieszene in Fürstenau: Der Gasthof Triphaus an der Bahnhofstraße wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Auch der Name wird sich ändern: „Das Waidmanns“ lautet der Arbeitstitel für ein neues Konzept mit Restaurant, Kneipe, Biergarten und Motel.

Bis zum 1. Juli werden Manfred und Birgit Triphaus den Gasthof, den sie 2009 übernommen haben, noch weiterführen. Dann ist Schluss. Stefan Kolosser und Frank Nibberich, die bekanntlich das Gebäude gekauft haben, wollen dann mit dem Abriss und Neubau beginnen.

Kochen mit Produkten aus der Region

Wie Stefan Kolosser bei einer ersten großen Präsentation im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Digitales den Kommunalpolitikern erläuterte, werde sich der Neubau in das Stadtbild an der Bahnhofstraße einfügen, versehen mit modernen Elementen. Dazu sei ein gastronomisches Konzept geplant, „das eine Geschichte erzählt“, so Stefan Kolosser.

Im Einzelnen sieht das so aus: Im neuen Gebäude wird an zentraler Stelle eine Küche eingebaut. Dort wird vornehmlich mit Produkten aus der Region gekocht. Inzwischen gebe es im Umfeld viele entsprechende Angebote, so Stefan Kolosser. Das wollten er und Frank Nibbrich nutzen. Natürlich werde Wild eine Rolle spielen. Hier verfügten die beiden über ihre Firma über gute Kontakte zu Jägern und zertifizierten Metzgern.

Name der Kneipe erinnert an frühere Betreiber

Neben einem Restaurant, das mittags und abends geöffnet sein wird, ist eine rustikal-moderne Kneipe geplant, die in Erinnerung an die früheren Betreiber des Gasthofes, Paula und Paul Overhoff, „Zum ollen Paul“ heißen soll. Darüber hinaus wird es im neuen Gebäude einen Seminarbereich geben, den beispielsweise Firmen für Veranstaltungen nutzen können.

Einen großen Saal – so wie bisher – werde es nicht mehr geben, erläuterte Stefan Kolosser. Das sei nicht mehr zeitgemäß. Gleichwohl bestehe auch künftig die Möglichkeit, im neuen Gasthof Geburtstage zu feiern oder sich dort nach Beerdigungen zu treffen.

Beim Außer-Haus-Service Essen per App bestellen

Weiterhin wird es einen Außer-Haus-Service geben. Kunden können sich über eine App Essen bestellen und es dann abholen. Hier denken Stefan Kolosser und Frank Nibberich vor allem an die Mitarbeiter aus den Firmen in Fürstenau.

Darüber hinaus möchten die beiden Investoren einen Biergarten mit einer Outdoor-Küche eröffnen. Dort sollen unter anderem Kochseminare stattfinden. Auch Auftritte von Musikgruppen sind möglich.

Im ersten Stock möchten Stefan Kolosser und Frank Nibberich ein Motel einrichten, das Außendienstler, aber auch Familien nutzen können. Per App könnten Gäste kurzfristig und ohne großen Aufwand ein- und auschecken.

Ehemaliger Friedhof soll eingezogen werden

Um das Projekt in der gewünschten Form umzusetzen, benötigen die beiden Investoren eine zusätzliche Fläche auf dem angrenzenden Gelände des inzwischen entwidmeten Friedhofs. Es befindet sich im Besitz der Stadt Fürstenau. Stefan Kolosser machte deshalb in der Sitzung deutlich, dass er sich freuen würde, wenn eine schnelle Entscheidung möglich sei.

Angesichts der positiven Reaktionen auf das Projekt, dürfte das kein Problem sein. Für die CDU-Fraktion erklärte Johannes Selker, dass er das Konzept „sehr überzeugend“ finde. Er freue sich auf die nächsten Schritte. Auch Michael Kremkus von der Gruppe SPD/Grüne/FDP war angetan. Anfänglich habe er zwar Bedenken wegen des Friedhofes gehabt, inzwischen sei er aber überzeugt, dass das Konzept der Investoren sehr gut sei.