“Müll-Gipfel”: Ultimatum bis Donnerstag

09.01.2007

“Müll-Gipfel”: Ultimatumbis Donnerstag
al Osnabrück.
Nichts bewegt die Menschen des Osnabrücker Landes in diesenTagen offenbar mehr als die gelben Säcke und Tonnen. Genauer gesagt, diebislang in zahlreichen Straßen noch nicht entsorgten Exemplare. Die Zahl dererbosten Anrufe nahmen die Beteiligten gestern Nachmittag zum Anlass, ein”Krisengespräch” zu führen.

Die Beteiligtendieses “Müll-Gipfels”: Steffen Bartels, Geschäftsführer der FirmaAlba Niedersachsen aus Braunschweig; Alexander Keiser von der Dualen SystemDeutschland (DSD) GmbH (Leiter Region Entsorgung Nord) sowie Christian Niehaves(Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH – kurz AWIGO).Wie berichtet, ist Alba seit dem 1. Januar 2007 im Auftrag der DSD für dieEntsorgung der gelben Säcke und Tonnen in der Stadt und im Landkreis Osnabrückzuständig (siehe hierzu auch nebenstehenden Bericht).

Und in den ersten Tagen hat Alba mächtig im neuen Auftragsgebiet zustrampeln. Der kurzfristige Ausfall einiger Fahrzeuge und einige nochortsunkundige Mitarbeiter hätten zu Verzögerungen bei der Abfuhr der gelbenSäcke und Tonnen geführt, räumt Bartels ein, “dafür können wir unsnochmals nur entschuldigen”. Jetzt sei aber ein “Maßnahmenplan”erstellt worden, der gewährleisten solle, dass bis Donnerstag, 11. Januar 2007,alles eingesammelt werde, was bislang noch liegen geblieben sei.

Damit dieser Plan auch umgesetzt werden könne, sei Alba ab heute biseinschließlich Donnerstag zusätzlich mit sechs Sammelfahrzeugen und zwei”Sprintern” auf den Straßen der Region unterwegs. Ab Freitag würdendann bis auf weiteres 13 Sammelfahrzeuge (anstatt normal neun) plus zwei”Sprinter” eingesetzt.

Weitere Unregelmäßigkeiten, wenn sie dann überhaupt noch aufträten, solltenüber die kostenpflichtige Servicenummer 01803/886204 gemeldet werden.Angesichts des Fehlstarts denke das Unternehmen für die Zukunftselbstverständlich über eine kostenlose Rufnummer nach, so Bartels.

DSD-Regionalleiter Keiser zeigt derzeit noch Verständnis für dieAlba-Defizite, “denn überall wird nur mit Wasser gekocht”. Aber:”Alba ist nun gefordert.” Über Sanktionen, wenn das Unternehmenweiterhin die Hauptleistungspflichten nicht erfülle, “habe ich mir nochkeine weiteren Gedanken gemacht”.

Auch Niehaves beobachtet derzeit die weitere Entwicklung, da seinUnternehmen ja ohnehin völlig außen vor sei. Nach Angaben des AWIGO-Chefsmussten seine Mitarbeiter in den vergangenen Tagen trotzdem rund 1200 Anrufebeantworten, weil viele halt immer noch an den früheren “gelbenEntsorger” Holtmeyer gewöhnt seien.

“Freundlich sein” laute dennoch die Devise. Die Telefonate würdenin Ruhe abgearbeitet – inklusive Erläuterungen, wie es sich mit der neuenAbfuhrsituation verhalte.