Perle der Stadt Kulturminister Thümler informiert sich über Gefängnisprojekt auf Fürstenauer Schlossinsel

Björn Thümler (Zweiter von links) besichtigte jetzt eine als Hotelzimmer eingerichtete Gefängniszelle des Fürstenauer Gefängnishotels zusammen mit Christian Calderone (von links), Werner Pries und Manuela Nestroy. Foto: Peter Selter
Björn Thümler (Zweiter von links) besichtigte jetzt eine als Hotelzimmer eingerichtete Gefängniszelle des Fürstenauer Gefängnishotels zusammen mit Christian Calderone (von links), Werner Pries und Manuela Nestroy. Foto: Peter Selter

Fürstenau. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler ließ sich jetzt die kulturellen Vorzeigeprojekte auf der Fürstenauer Schlossinsel vorstellen.

Bereits nach seinen ersten Schritten über die historische Schlossbrücke, die die Fürstenauer Schlossinsel mit der Innenstadt verbindet, begann für Björn Thümler eine Zeitreise in die fürstbischöfliche Geschichte der Stadt und Samtgemeinde Fürstenau. Die heutige Steinbrücke sei in den Jahren 1720 bis 1721 entstanden, wusste Heimatexperte Karl-Heinz Dirkmann dem Niedersäsischen Minister für Wissenschaft und Kultur zu berichten. Mit Interesse betrachte der Regierungsvertreter aus Hannover den durch Ausgrabungen offen gelegten Teil der Brücke, durch die derzeit die stattlichen Außenmauern des früheren Tor- und Wächterhauses, eine massive Schießscharte und eine steinerne Treppe zu sehen sind. An der Stelle würden auch gut die unterschiedlichen Epochen der Stadt- und Burgbefestigung zum Vorschein komme, ergänzte Karl-Heinz Dirkmann.

Mit Augenmaß sollten Denkmalschutz und Archäologie die engagierten Arbeiten des archäologischen Arbeitskreises Fürstenaus sowie weiterer ehrenamtlichen Kräfte wie Stadtstiftung und Stadtmarketing-Verein begleiten, betonte Björn Thümler. Dabei sollten die Interessen immer sorgsam abgewogen werden. „Die reine Lehre hilft oft nicht weiter“ betonte der Minister.

Erste Ausgabe der „Haftanstalt-Nachrichten“

Am alten Stadtgefängnis wartete bereits Werner Pries auf Björn Thümler. Begeistert führte er den Gast aus Hannover durch das sanierte Gefängnis, das als umgebautes Hotel schon bald die ersten Gäste beherbergen wird. Druckfrisch erhielt Björn Thümler aus den Händen von Günter Sponheuer auch die erste Ausgabe der „Haftanstalt-Nachrichten“, mit denen die Gäste künftig humorvoll und einfallsreich über die in dem Gefängnishotel geltenden Regeln informiert werden.

Auf der Schlossinsel hieß Bürgermeisterin Manuela Nestroy (Vierte von links) jetzt Landesminister Björn Thümler (Zweiter von rechts) willkommen. Foto: Peter Selter
Beim Gang des Ministers über die Schlossinsel, immer begleitet von „Mine“, der Bischofsmagd, die im zivilen Leben auch als Petra Oldenhage anzutreffen ist, stellte Bürgermeisterin Manuela Nestroy dem Besucher auch die Kunstspur der Stadt vor, auf der Dauerleihgaben von Künstlern der Region zu sehen sind. Sie wollten sich auch weiterhin mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass die Fürstenauer Schlossinsel zu der Perle weiterentwickelt werde, wie es dem besonderen historischen Ort gerecht werde, erklärte Manuela Nestroy. Für eine Unterstützung aus Hannover dabei wären sie sehr dankbar, so die Bürgermeisterin. Sonja Denning und Elke Tebbe als Vertreterinnen der Stadtstiftung stellten zudem das Projekt zur Beleuchtung des Schlosses und der Umgebung vor, bevor sich Björn Thümler in das goldene Buch der Stadt eintrug.

In das Goldene Buch der Stadt Fürstenau trug sich Minister Björn Thümler bei seinem Besuch auf der Fürstenauer Schlossinsel ein. Foto: Peter Selter
„Sie tuen ganz viel dafür, dass ihre Stadt strahlt“ betonte Björn Thümler. Beeindruckt zeigte sich der Wissenschaftsminister von den Werten, auf die hier in Fürstenau zurück geblickt werden könne. Das Geheimnis des Erfolges liege darin, dass sich Orte selbst bewegen würden. Das werde in Fürstenau deutlich. Sie alle würden alle gut daran tun, die typisch norddeutsche Zurückhaltung abzulegen. Wenn Projekte wie auf der Schlossinsel an den richtigen Stellen gut vorgetragen würden, gebe es auch Geld dafür, so Björn Thümler.