Korken ist aus der Flasche – Fürsten Forest: Abrissarbeiten haben begonnen

10.10.2013

NOZ 10.10.2013

Fürstenau. Die Bagger sind angerückt: In dieser Woche haben auf dem ehemaligen Übungsgelände der Bundeswehr umfangreiche Abrissarbeiten begonnen. 18 Gebäude sollen bis Ende des Jahres dem Erdboden gleich gemacht werden. Dies sei der erste Schritt, um das Angebot des Freizeitparkes Fürsten Forest, das sich vor fünf Jahren auf dem alten militärischen Komplex angesiedelt hat, zu erweitern, so Projektleiter Cees Meekers.

Samtbürgermeister Peter Selter ist froh über den Beginn der Arbeiten: „Der Abriss war lange Zeit wie der Korken auf einer Flasche. Jetzt können die Planungen endlich losgehen“. Die Vorbereitungen für den Abriss ziehen sich bereits seit 2009 hin; ein Jahr zuvor hatten drei niederländische Investoren die frühere Pommernkaserne übernommen und zu Europas größtem Outdoor-Freizeitgelände umfunktioniert.

Bei der Planung: (von links) Cees Meekers, Peter Selter und Haustechniker Wilhelm Gast. Foto: Christian Lang

Bei der Planung: (von links) Cees Meekers, Peter Selter und Haustechniker Wilhelm Gast. Foto: Christian Lang

Dass es so lange gedauert hat, bis die Bagger anrücken konnten, führt Cees Meekers vor allem auf Probleme mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst zurück. „In der Vorbereitungsphase ist längst nicht alles glatt gelaufen“, erklärt er. Auch nach Beendigung des etwa 500000 Euro teuren Abrisses können die Investoren noch nicht gleich ihre Pläne in die Tat umsetzen. Schließlich muss auf dem Gelände noch eine umfangreiche technische Überprüfung mitsamt der Entfernung möglicher Kampfmittel erfolgen. Anfang 2015 soll die Untersuchung abgeschlossen sein. „Die Überprüfung ist aus Sicherheitsgründen einfach notwendig. Die Kosten dafür übernimmt zum größten Teil der Bund“, erklärt Peter Selter. Diese gehen in die Millionenhöhe.

Die Bilanz des Fürsten Forest fällt nach Meinung von Selter und Meekers bislang überwiegend positiv aus. „Es kommen sehr viele Gäste in den Freizeitpark. Dadurch profitiert unter anderem auch die ansässige Gastronomie“, berichtet der Samtbürgermeister. Generell sei die Stadt durch den Park über die Grenzen Deutschlands bekannt geworden. „Über Fürstenau wird geredet. Nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Frankreich und Belgien“, so Selter. Auch Meekers zeigt sich äußerst zufrieden mit den bisherigen Besucherzahlen; rund 40000 Gäste kamen bislang pro Jahr ins Fürsten Forest. Dennoch müsste nun erst einmal ordentlich investiert werden, bevor die neuen Projekte anlaufen können.

Die Pläne der niederländischen Eigentümer sind jedenfalls recht ambitioniert; viele weitere Angebote sollen bei dem Freizeitpark hinzukommen. So sollen unter anderem ein Golfplatz, zahlreiche Ferienhäuser sowie Restaurants und Cafés entstehen. Das alte Unteroffizierheim soll bis Ende des Jahres umgebaut werden; darin hineinkommen werden eine Kneipe, eine Pizzeria sowie eine Kegelbahn. Die Stadt und der Landkreis stehen dabei voll hinter diesem Projekt, so Peter Selter. Nun muss aber zunächst der Abriss erfolgen.