“Können Leute nicht im Dreck wohnen lassen”

12.12.2005

“Können Leute nicht im Dreck wohnen lassen”
Fürstenau (cg)
Der Zustand der Baustraßen im Wohngebiet an der Konrad-Adenauer-Straße ist nicht der beste. Nach Regen und Schnee verwandeln sich die Löcher regelmäßig in wahre Seenlandschaften. 2007 könnte nun mit dem Ausbau begonnen werden, empfahl der Straßen- und Wegeausschuss.
Das zum Teil “katastrophale Aussehen” hatten die Mitglieder des Stadtrates schon vor Augen, als sie jüngst den Endausbau im Wohngebiet “Östlich der Konrad-Adenauer-Straße” zum Thema machten. “Dort haben wir die schlechtesten Straßen überhaupt, teilweise sind sie nicht mehr verkehrssicher”, berichtete Monika Kolosser. “Stellenweise ist die Benutzung kaum zumutbar”, ergänzte Stadtdirektor Helmut Kamlage, der sich mit Kolosser einig war, dort umgehend einzugreifen.
Die Lösung wäre ein kompletter Ausbau der bebauten Stichstraßen. Im kommenden Jahr seien dafür keine Gelder eingeplant, berichtete Kämmerer Paul Weymann.
“Wir haben die Verantwortung zum Ausbau und können die Leute dort nicht im Dreck wohnen lassen”, brachte es CDU-Ratsherr Ulrich Geers auf den Punkt. Der Rat müsse die Verantwortung übernehmen, schließlich habe die Stadt ja bereits Vorausleistungen von den Bürgern verlangt. Das sah auch Stadtdirektor so, der sich für eine schrittweise Vorgehensweise aussprach.
Das Ergebnis der Beratung: “Der Ausbau wird von uns nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben”, versprach Kamlage. Im Frühjahr wird nach einer Besichtigung der Straßen eine Prioritätenliste für den Ausbau erstellt. Die schlimmsten Stellen werden bis dahin notdürftig mit Schotter geflickt, damit die Anwohner wenigstens trocken Fußes ihr Haus erreichen können.