Kinderbetreuung kostet – Kulturausschuss der Samtgemeinde Fürstenau berät über Haushalt 2012

24.02.2012

NOZ 24.02.2012

Fürstenau/Bippen/ Berge. In den Ausschüssen werden die Beschlüsse für die Ratssitzungen vorbereitet. In der Sitzung des Ordnungs-, Familien- und Kulturausschusses der Samtgemeinde Fürstenau hatten die Ratsvertreter überwiegend über Fragen zum aktuellen Haushalt zu entscheiden. Teils mit kritischen Anmerkungen.

Musikpflege, Musikschulen, Bücherei: Der Etat für Musikpflege und -schule soll wie im Vorjahr bleiben. Lediglich für die Bücherei sollen 700 Euro mehr veranschlagt werden, sodass diese Kosten mit 8200 Euro in den Samtgemeindehaushalt eingehen.

Sozialverwaltung: Der Beschluss sieht vor, diesen Punkt im Haushalt um 56300 Euro aufzustocken. Laut Vorlage ergibt sich diese Erhöhung aus Personalaufwendungen, die im Jahr 2012 zum ersten Mal dieser Kostenstelle zugeordnet sind.

Familienservicebüro: Auch hier steigt der Ansatz wegen höherer Personalaufwendungen. Laut Beschluss von 92000 Euro auf 113900.

Jugendarbeit: Insbesondere durch die neue Jugendpflegerin Sabrina Rolf steigen hier die Personalkosten für das Jahr 2012. Im Haushalt sind 111900 Euro veranschlagt, im Vergleich zum Jahr 2011 mit 61500 Euro.

Tageseinrichtungen für Kinder: Diese Beschlussvorlage gab Anlass zur Diskussion im Ausschuss. Steht für den Haushalt 2012 doch eine Erhöhung um 218800 Euro auf 1085500 Euro an. Samtgemeindebürgermeister Peter Selter erklärte den Mitgliedern, dass die Kommune die Trägerschaft für Tageseinrichtungen übernommen habe, bei denen es bestimmte rechtliche Vorgaben einzuhalten gelte. Beispielsweise in Bezug auf das Personal. Die im Entwurf aufgelisteten Kosten seien zunächst nur Schätzungen. Kämmerer Paul Weymann ergänzte, dass die Anlaufkosten für die neue Krippengruppe in Fürstenau in diesem Jahr mit 77000 Euro in den Haushalt einflössen. Zudem verringerten sich die Landeszuschüsse gegenüber dem Vorjahr, weil weniger Kinder im Vorschulalter den Kindergarten besuchten.

Friedhelm Spree (CDU) merkte an, dass er diesen Punkt durchaus kritisch sehe, schließlich müsse das investierte Geld für Krippen auch da sein – auch, wenn Kinderbetreuung wichtig sei. Eine Refinanzierungsmöglichkeit sei zu überdenken.

An höheren Zuschüssen für Kitas arbeite bereits eine Arbeitsgruppe im Landkreis Osnabrück, so Peter Selter. Das könnte Entlastung für die Samtgemeinde bringen.