Keine Chance für neue Turnhalle

23.04.2006

Keine Chance für neue Turnhalle
ja Berge.
Neuer Antrag, neues Pech: Die Samtgemeinde Fürstenau sieht derzeit keine “realistische Chance”, eine neue Turnhalle in Berge zu bauen – obwohl das Anliegen “durchaus berechtigt” sei. Das ist die Antwort auf einen entsprechenden Vorstoß des TuS.
in einem dreiseitigen Schreiben erläutert Samtgemeindebürgermeister Helmut Kamlage den Bergern zunächst, wo das Hauptproblem liegt. Nach groben Schätzungen würde eine neue Sporthalle in Berge bis zu 1,5 Millionen Euro kosten und müsse – als Schulturnhalle konzipiert – von der Samtgemeinde bezahlt werden. Bei einer Mitbenutzung durch Berger Vereine wäre außerdem die Gemeinde Berge finanziell mit im Boot.
Da aber die Samtgemeinde angesichts der leeren Kassen kein Geld für ein solches Vorhaben in Reserve habe, sei sie darauf angewiesen, sich ausschließlich auf dem freien Kapitalmarkt zu bedienen. Anders ausgedrückt: Für das Projekt müsste die Verwaltung im Schloss Schulden im großen Stil machen. Das wiederum ist aber wegen der weit unter dem Landesdurchschnitt liegenden Steuerkraft der Samtgemeinde und ihrer allgemeinen Strukturschwäche nicht so einfach möglich. Sie erhält deshalb als Ausgleich so genannte Bedarfszuweisungen, muss sich dafür aber im Gegenzug bei Ausgaben in besonderer Weise zurückhalten – auch bei Investitionen. Will die Samtgemeinde dennoch ein Darlehn aufnehmen, bedarf es der Zustimmung der Kommunalaufsicht. Die aber “ist derzeit nicht zu erwarten”, erklärt Helmut Kamlage.
Aber wie konnte dann so viel Geld in die Sanierung der IGS Fürstenau und der Haupt- und Realschule in Berge fließen? Die Antwort von Helmut Kamlage: Bei der IGS hätten sich der Bund teilweise mit 90 Prozent und der Landkreis mit 70 Prozent finanziell beteiligt, weil die IGS sowohl das Ganztags- als auch das gymnasiale Angebot in der Samtgemeinde – also auch für Berge – abdecke. Die Erweiterung der Haupt- und Realschule sei wegen der Abschaffung der Orientierungsstufen und des damit verbunden zusätzlichen Raumbedarfes “unabweisbar notwendig” gewesen. Dennoch habe die Kommunalaufsicht die Baukosten wegen der schlechten Kassenlage auf 500000 Euro begrenzt.