Kaum Freiräume: Gemeindeetat auf Sparflamme

19.12.2005

Kaum Freiräume: Gemeindeetat auf Sparflamme
Berge (cg )
Die Investitionen in Berge sind 2006 überschaubar: Neben dem Straßenbau im Wohngebiet “Hoher Esch” will die Gemeinde noch ein Darlehen aus der Flurbereinigung in Anten übernehmen und Geld für den Ankauf von Grundstücken bereitstellen.
“Freiräume haben wir kaum noch”, kommentierte Bürgermeister Alfons Bertke (CDU) in der Ratssitzung den Gesamthaushalt mit einem Volumen von 1,91 Millionen Euro. Zufrieden waren CDU- und SPD-Fraktion trotz des engen Spielraums, denn im Entwurf klafft keine Lücke. Auf 1,51 Millionen Euro belaufen sich die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt, der um sechs Prozent höher ausfällt als 2005.
Bei den Einnahmen fällt vor allem die Gewerbesteuer ins Auge, die um 43 Prozent gestiegen ist und einen Betrag von 281000 Euro ausmacht. Die wichtigste Einnahme für Berge ist aber der Anteil an der Einkommenssteuer mit 568000 Euro.
299000 Euro stehen im Vermögenshaushalt für Investitionen und Schuldentilgung zur Verfügung. 170000 Euro stellt die Gemeinde 2006 für den Ausbau der Straßen im Wohngebiet “Osterberg/Hoher Esch” zur Verfügung. Bevor sich die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Anten auflösen kann, muss die Gemeinde noch ein Darlehen von rund 65000 Euro übernehmen.
Finanziert werden die Posten durch Grundstücksverkäufe und Anliegerbeiträge. Drei bis vier der zurzeit 18 vorhandenen Bauplätze hofft Berge 2006 verkaufen zu können. Mit Freude nahm der Gemeinderat zur Kenntnis, dass die Zuweisung von der Samtgemeinde Fürstenau um 4700 Euro auf 58200 Euro gestiegen ist. Das unerwartete Plus wird für die Anschaffung von Spielgeräten verwendet.
“Mehr können wir uns nicht vor die Brust nehmen”, fasste Bertke den Entwurf zusammen. Als “richtige Entscheidung” bezeichnete es CDU-Sprecher Wilhelm Apke, dass man die Mittel für die Unterhaltung der Straßen und Wege um 6000 Euro zugunsten des Kindergartens gekürzt habe. Der Etat wurde einstimmig verabschiedet.
“Müßig” war für den Ratsvorsitzenden die Diskussion über das Investitionsprogramm bis 2009. Das enthält keine nennenswerten Projekte und kocht auf Sparflamme. Allerdings: Der Umbau der Gemeindeverwaltung am Schienenweg ist für den Rat wieder ein Thema. 80000 Euro sollen 2007 für den schon lange geplanten Umbau zur Verfügung gestellt werden. Der würde nötig, wenn das Mehrgenerationenhaus an der Tempelstraße auch die Räume des Gemeindebüros benötigt.