Jugendtreffs sorgen für Ärger

29.09.2007

Jugendtreffs sorgen für Ärger
Fürstenau/Bippen/ Berge.
Nicht nur Positives hörten die Mitglieder des Jugend- und Kulturausschusses der Samtgemeinde Fürstenau bei ihrer jüngsten Sitzung. Werner Take, Leiter der Fürstenauer Polizei, gab einen Bericht über seine Arbeit in der Samtgemeinde Fürstenau und ging dabei auch auf die Jugendkriminalität ein.

Etwa 700 Straftaten kommen auf 10000 Einwohner im Laufe eines Jahres, erläuterte er, da sei vom Graffitisprayen bis zum Rauschgiftdelikt alles drin. Sorgen bereite ihm die Zunahme von Gewalttaten bei jungen Leuten. Außerdem gebe es immer wieder Ärger mit den Treffpunkten von Jugendlichen, die für die übrigen Bürger oft mit Lärm und herumliegendem Müll verbunden seien. Auf Anfrage eines Ausschussmitglieds erklärte Werner Take, es gäbe wohl in der Samtgemeinde immer noch einen Präventionsrat, der sei allerdings nicht mehr sonderlich aktiv.

Jugendpfleger Alfons Julius Bruns empfahl angesichts der Entwicklungen klassische Bolzplätze an mehreren Standorten, damit jede Altersgruppe ihre Treffpunkte habe. Ulrich Heyer vom Fürstenauer Wach- und Sicherheitsdienst regte unterdessen das Einrichten einer THW-Ortsgruppe für junge Erwachsene mit technischem Interesse an. Auch er hat hinreichend Erfahrungen mit “Brennpunkten”, mit denen auch seine Mitarbeiter in Berührung kommen. In seinem Sicherheitsdienst arbeiteten auch junge Aussiedler, die mit Sprache und Kultur mancher Jugendlicher vertraut seien. Die rechtzeitige Ansprache und Kontaktaufnahme halte er für wichtig, betonte er mit einer mehr als zehnjährigen Erfahrung.

Ein weiterer wichtiger Bereich für die Jugendarbeit ist der Sport. Hier spielen im Winter die Sporthallen eine wichtige Rolle. Und dann kann es in diesem Jahr knapp werden, wie Paul Weymann von der Verwaltung den Ausschussmitgliedern berichtete. Bisher hatten Vereine neben der IGS-Sporthalle die Bundeswehrsporthalle kostenlos während der Wintermonate nutzen können. Auch für dieses Jahr liegen hier Anträge vor. Bis zum Ende des Jahres würde die Anmietung der Bundeswehrsporthalle pro Monat 2000 Euro kosten, erklärte Paul Weymann. Während dieser Zeit befinde sich die Halle noch im Verwaltungsbereich des Bundeswehrdienstleistungszentrums Oldenburg. Ab Januar 2008 würde es sich bei dem gleichen Gebäude um eine Bundesimmobilie handeln. Mietpreis dann: 5000 Euro. Ob die Samtgemeinde diese Summe zahlt, muss noch entschieden werden.