Innenstadt parallel entwickeln

31.05.2007

Innenstadt parallel entwickeln
hoe Fürstenau.
Der neue Edeka-Markt, die Entwicklung der Innenstadt und ein Besuch bei der Firma Kruse – unter anderem mit diesen Themen setzte sich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung in seiner jüngsten Sitzung auseinander.

Bevor die Kommunalpolitiker im Sitzungssaal des Schlosses die Tagesordnungspunkte abarbeiteten, informierten sie sich bei Ernst Kruse über dessen Landtechnik-Handel. 14 Mitarbeiter beschäftigt die Firma, die außer dem Stammgeschäft auch über ein 1,2 Hektar großes Außengelände am Koppelkamp verfügt. “Diese Ausstellungsfläche macht unseren Betrieb überlebensfähig und lockt Kunden weit über unsere Region hinaus”, erklärte der Firmeninhaber. Die Rahmenbedingungen änderten sich ständig, und als Unternehmer müsse er sich an den Kundenwünschen orientieren”, betonte Ernst Kruse.

Der aktuelle Sachstand zum Bebauungsplan “Sellberg-Utdrift” war ein Thema der anschließenden Sitzung. Der Bebauungsplan ist seit Mitte 2006 rechtskräftig. Mit dem Abschluss des Umlegungsverfahrens kann frühestens Ende diesen Jahres gerechnet werden. Nach Abzug der Verkehrsflächen wird die Stadt voraussichtlich über 54000 Quadratmeter verfügen, die sie als Eigentümerin veräußern kann.

Zum Bebauungsplan “Sondergebiet Utdrift” – hier geht es um die Ansiedlung von Edeka und weiteren Märkten – erklärte Stadtdirektor Peter Selter unterdessen, dass die weitere Innenstadtplanung parallel dazu erfolgen müsse, um einen möglichen Frequenzabfluss durch passende Alternativen aufzufangen. Stadt- und Landschaftsplaner Achim Haacke aus Burgdorf ergänzte dazu aus grundsätzlicher Sicht, dass das in dem Bereich bereits angesiedelte McDonalds-Geschäft als “Frequenzbringer” deutlich die Bereitschaft der Kunden zeige, den Weg in den Außenbereich einzuschlagen. Weiterhin wies er darauf hin, dass der Bebauungsplan für den zukünftigen Edeka-Markt “abgespeckt” worden sei. Die ausgewiesene Geschossfläche betrage nunmehr 8600 Quadratmeter. Auf eine Anfrage des Ausschussmitgliedes Johannes Fritze erklärt er, dass alle Flächen über 800 Quadratmeter vom Baugesetz her auf jeden Fall als “großflächig” bezeichnet würden, kleinere Flächen aber nicht notwendigerweise als “kleinflächig” gelten müssten.

Johannes Eversmann und Matthias Desmarowitz vom Ingenieur-Planungsbüro aus Wallenhorst machten ebenfalls deutlich, dass Maßnahmen zur Innenstadtförderung notwendig sind. Dazu gehöre unter anderem die Integration des Schlossbereiches und die Anbindung an das Kasernengelände. Erste Überlegungen dazu sollen in Arbeitsgruppen ab Juni entwickelt werden.