In Großvaters Fußstapfen – Christian Calderone – CDU-Landtagskandidat im Wahlkreis Bersenbrück

04.01.2013

NOZ 04.01.2013

Damit auch kleine Krankenhäuser wie das Marienhospital Ankum Bersenbrück (unser Bild) lebensfähig bleiben, gilt es, so Christian Calderone, die Rahmenbedingungen entsprechend zu verändern. Foto: Elisabeth Gadeberg

Damit auch kleine Krankenhäuser wie das Marienhospital Ankum Bersenbrück (unser Bild) lebensfähig bleiben, gilt es, so Christian Calderone, die Rahmenbedingungen entsprechend zu verändern. Foto: Elisabeth Gadeberg

Quakenbrück. Vater Sizilianer, Mutter Quakenbrückerin: Christian Calderone (35) hat italienische und deutsche Wurzeln, hat er auch italienisches Temperament? Der CDU-Landtagskandidat lacht – „Ich fahre eher selten aus der Haut“– und bestätigt damit schon gewonnene Eindrücke: Ruhig und sachlich bleibt er auch bei Gegenwind im Rat der Stadt Quakenbrück, wo der Volljurist Fraktionschef der Christdemokraten ist.
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Erstaunlich, denn Stress, um die Ruhe zu verlieren, hat er genug. Er ist viel unterwegs, insbesondere jetzt, im Landtagswahlkampf, aber ihm macht es Spaß, bekräftigt er auf Nachfrage. Immerhin schafft er es noch zu joggen, und er ist, wie er selbst sagt, ein „Bücherfresser“. Viel mehr Zeit für Hobbys bleibt ihm aber nicht. Nur noch selten kann er als Lektor in der katholischen Kirche St. Marien seiner Heimatstadt tätig werden. Immerhin kommt er aus der kirchlichen Jugendarbeit – „die macht offen für politische Fragen“– und hat Zeltlager organisiert, junge Leute auf die Firmung vorbereitet und sich im Pfarrgemeinderat engagiert.

Aktiv war er, der 1996 in die CDU eintrat, auch in der politischen Jugend, in der Jungen Union, deren Vorsitzender er später wurde. Damit trat er gewissermaßen in die Fußstapfen seines Großvaters mütterlicherseits, Franz Jesse, der nach dem Krieg die CDU Quakenbrück mitbegründete.

Von der Jungen Union aus führte der Weg über den Stadtverbands- und zuletzt den CDU-Kreisvorsitz, über die Arbeit in den Räten der Stadt Quakenbrück und der Samtgemeinde Artland direkt zur Kandidatur für den Landtag. Und gerade für ein Landtagsmandat sind die Erfahrungen an der Basis vor Ort außerordentlich wertvoll, ist sich Christian Calderone sicher. Das politische Credo eines Mannes, der von sich sagt, überzeugter Christdemokrat, aber kein Ideologe zu sein? „Ich möchte den ländlichen Raum erhalten und stärken“, sagt der gebürtige Bremer, der nach eigenen Angaben ein „überzeugtes Landei“ ist, der den Zusammenhalt auf dem Lande schätzt, das soziale Gefüge, „das hier noch stimmt“, der Anwalt sein möchte für diesen Raum, dem es auch darum geht, die Region gerade für junge Leute interessant zu machen und zu erhalten. Große Herausforderungen, denen er sich stellen will. Und wenn dann einmal eine „Auszeit“ nötig wird? Dann fährt er zur Olivenernte nach Sizilien, nicht um zuzuschauen, nein, er macht mit. „Und nach ein paar Tagen ist aller Stress weg.“ Christian Calderones Art, die Bodenhaftung nicht zu verlieren.