IGS-Hallendach: Fotovoltaik-Anlage wird abgebaut

01.09.2009

ja Fürstenau.
Die halb fertige Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der IGS-Sporthalle in Fürstenau beschäftigt weiter Statiker, Anwälte und Gerichte. Heute soll aus Gründen der Sicherheit der Abbau von Aluwannen und Kies beginnen. Ob im nächsten Jahr der Wiederaufbau erfolgen kann, ist ungewiss.

Wie berichtet, hatte die Samtgemeinde Fürstenau während der Bauarbeiten für die Fotovoltaik-Anlage im Februar im Gebäudeinneren einen Riss entdeckt und daraufhin das Gebäude schließen und die Bauarbeiten beenden lassen, die eine Firma im Auftrag der Genos-Energiehaus durchgeführt hatte. Anschließend nahm das Landgericht in Osnabrück im Rahmen eines „selbstständigen Beweisverfahrens“ die Arbeit auf und schickte Gutachter. Die gaben vor einigen Monaten vorerst „grünes Licht“ für die weitere Nutzung der Halle. Allerdings unter ganz bestimmten Bedingungen. Erstens dürfe die Genos-Energiegenossenschaft die Fotovoltaikanlage in der vorgesehenen Form nicht weiterbauen. Zweitens müsse sie noch vor der Winterzeit die mit Kies gefüllten Blechkästen entfernen. Nur dann dürften die Sportler die IGS-Halle bei Eis und Schnee nutzen.

Genau diese Forderung möchte die Samtgemeinde Fürstenau nun in die Tat umgesetzt wissen. Sie hat sich deshalb mit der Genos-Energiehaus sowie der Volksbank, die hinter der Genossenschaft steht, an einen Tisch gesetzt und das Thema eingehend diskutiert. Das Ergebnis: Morgen startet der Abbau der Anlage. „Spätestens im November müssen wir mit Schnee rechnen. Wir wollen deshalb kein Risiko eingehen“, betonte Samtgemeindebürgermeister Peter Selter. Noch einmal dürfe die IGS-Halle wegen solcher Dinge nicht schließen.

Unterdessen geht das „selbstständige Beweisverfahren“ weiter. Bisher ist erst eine von neun Fragen beantwortet, die die Samtgemeinde Fürstenau gestellt hat, nämlich die, wann und unter welchen Bedingungen die IGS-Halle wieder geöffnet werden kann. Alle anderen Fragen – auch die rechtlichen – sind noch offen. Erst im nächsten Jahr wird es vermutlich Antworten geben. Immerhin: Die geforderte neue statische Berechnung für die IGS-Halle liegt vor. Wenn die gerichtlich bestellten Gutachter sie geprüft haben, gibt es vielleicht etwas mehr Klarheit, ob und unter welchen Bedingungen eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Hallendach platziert werden kann – immer vorausgesetzt, die Samtgemeinde spielt mit. Die ist schließlich Vertragspartner der Genos.