Haushalt Samtgemeinde Fürstenau: Für Schulhof und Busbahnhof

14.12.2008

ja Fürstenau/Bippen/Berge.
Paul Weymann lächelte. Und das beim Anblick des neuen Haushaltes für die Samtgemeinde Fürstenau. So vorsichtig der Kämmerer normalerweise auch ist, in diesen Tagen träumt er von der „schwarzen Null“.

Die möchte er am Ende des nächsten Jahres gerne sehen. Und tatsächlich könnte es so kommen, dass die Samtgemeinde 2009 nicht mehr ausgibt, als sie einnimmt. Dass es also kein „strukturelles Defizit“ gibt. Ein Erfolg.

Knapp 10,67 Millionen Euro an Einnahmen sind im Verwaltungshaushalt der Kommune geplant, wie Paul Weymann am Donnerstagabend im Samtgemeinderat erläuterte. Dem stehen zwar momentan noch offiziell Ausgaben in Höhe von 10,85 Millionen Euro gegenüber. Aber der Kämmerer geht davon aus, dass dieser Fehlbedarf im Laufe des Jahres noch weggearbeitet wird. Dann hätte er seine „schwarze Null“.

Im Vermögenshaushalt sind unterdessen gut 4,54 Millionen Euro an Einnahmen und Ausgaben kalkuliert. Als wesentliche Investition ist unter anderem die komplette Sanierung von Turnhalle und Grundschule in Bippen unter Gesichtspunkten des Energiesparens geplant.

Eine Summe von insgesamt 315000 Euro steht im Haushalt, die aber zu wesentlichen Teilen über Förderanträge bezahlt werden soll (wir berichteten). Dass es in der Samtgemeinde generell energetischen Handlungsbedarf gibt, zeigen die Bewirtschaftungskosten für Gebäude, die immer weiter steigen.

Eine weitere wichtige Investition soll die Verlegung der Schulbushaltestelle in Berge von der Antener Straße zum Sonnenberg sein, um die Verkehrssicherheit für Schüler zu erhöhen. Hier kalkuliert die Kommune mit einer Summe von 216000 Euro. Auch in diesem Fall ist Fördergeld eingeplant.

Weitere kleinere Ausgaben entfallen auf die Sanierung des Schulhofes der 1912-Schule, auf den Erwerb von Schulmobilar, auf die Einrichtung einer Atemschutzstelle für die Feuerwehr oder den Kiosk an der Haupt- und Realschule in Berge. Ansonsten übt sich die Samtgemeinde in Zurückhaltung, um die „schwarze Null“ von Paul Weymann nicht zu gefährden.

Das ist auch notwendig, denn die Schulden betragen immer noch zehn Millionen Euro. Hinzu kommen Kassenkredite auf dem Girokonto in Höhe von gut fünf Millionen Euro. Also heißt es weiterhin: sparen, sparen, sparen. Da waren sich alle Kommunalpolitiker einig, wie Friedhelm Spree und Benno Trütken stellvertretend für CDU/FDP sowie SPD/Grüne einmal mehr in trauter Eintracht deutlich machten.