Grünes Licht für ÖPNV-Konzept – Mit Bus und Bahn von Fürstenau nach Osnabrück

04.12.2017

NOZ

Osnabrück. Vom Bus nahtlos in die Bahn wechseln und mit nur einer Fahrkarte für beide ganz bequem von Fürstenau bis nach Osnabrück fahren: Geht es nach dem Kreisausschuss für Planen und Bauen, so ist diese Vorstellung bald Realität. Die Einführung einer kombinierten Schnellbus-Bahn-Linie ist Teil eines ganzen Maßnahmenpaketes zur Verbesserung des ÖPNV.

Einer durchaus erfreulichen Aufgabe sahen sich die Ausschussmitglieder in ihrer Sitzung am Mittwoch gegenüber. Schließlich stellt das Land Niedersachsen dem Landkreis aus sogenannten „7b-Mitteln“ für den ÖPNV rund 705000 Euro zur Verfügung. Mittlerweile steht – ausgearbeitet durch die Planos unter Mitwirkung der Verkehrsgesellschaft Osnabrück, des Fachdienstes im Landkreis und der betroffenen Kommunen – eine Liste an konkreten Maßnahmen. Andere wurden seitens der Kommunen abgelehnt.
Kombinierter Bus-Schiene-Tarif

Einstimmig gab der Ausschuss grünes Licht für das Maßnahmenpaket, das von der Vorsitzenden Maren von der Heide ausdrücklich gelobt wurde: „Es ist der Planos gelungen, ein tolles Konzept auszuarbeiten.“ Von den drei beteiligten Kommunen noch nicht per Ratsbeschluss auf den Weg gebracht, in der Planung aber schon weit gediehen, ist etwa die neue Landesbuslinie als Erweiterung auf der Strecke Bad Essen-Ostercappeln-Osnabrück.

Eine Kombination von Linienbus und Bahn könnte schon zum Fahrplanwechsel im August 2018 Fürstenau über Bersenbrück mit Osnabrück verbinden. Beide Maßnahmen bedingen eine Mitfinanzierung durch die Kommunen. Für die Strecke Fürstenau-Osnabrück mache eine Umsetzung zudem nur Sinn, wenn gleichzeitig auch ein kombinierter Bus-Schiene-Tarif eingeführt wird, erklärte Harald Schmidt von der Planos. Rund 35000 Euro aus 7b-Mitteln wären für die konzeptionelle Vorbereitung des Kombi-Tickets erforderlich, weitere 70000 bis 90000 Euro jährlich für den Tarifausgleich.
Bedarfsorientierten Verkehr ausbauen

In Alfhausen soll unterdessen für die Zeit bis zur Realisierung eines Bahnhofs eine Buslinie als Vorlaufbetrieb zum Bahnanschluss in Bramsche führen. Doch nicht überall empfiehlt sich eine regelmäßige Busverbindung. Immer wichtiger wird, so die Erkenntnis der Planer, auch der bedarfsorientierte Verkehr. Dabei wären die reinen Betriebskosten – etwa für einen Anrufverkehr zwischen Hagen und dem Ortsteil Sudenfeld – von den Kommunen zu tragen. Sinnvoll ist bei einem Ausbau des bedarfsorientierten ÖPNV allerdings ein landkreisweit einheitliches System. Die Mittel für Software, Schulungen, Werbung und Ähnliches kommen gemäß dem Konzept aus den Landesmitteln.

Ein wesentlicher Punkt auf der Liste ist auch die Verbesserung der Anbindung zu den Berufsschulen in Melle und Ostercappeln sowie zum Gymnasium Bad Essen. Insgesamt 89.000 Euro aus den 7b-Mitteln fließen demnach in diesen Ausbau. Die Schüler soll der Kreistag unterdessen auch bei den Beratungen über seine eigenen Haushaltsmittel nicht aus dem Auge verlieren: Einstimmig unterstützte der Ausschuss den gemeinsamen Ergänzungsantrag von CDU/FDP/CDW und SPD/UWG, im Haushaltsplan die nötigen Mittel für ein kostenreduziertes Angebot für Oberstufen- und BBS-Schüler sowie für eine Schülerfreizeitkarte bereitzustellen.